Freudenberg. Festliche Klänge, mutmachende Worte und die Würdigung von Dienstjubiläen für jeweils 25-jährige Zugehörigkeit zum Friedenshort standen im Zentrum der Weihnachtsfeier am 18. Dezember. Rund 140 Mitarbeitende, dazu Diakonissen und die auf dem Friedenshort-Gelände wohnende Hausgemeinschaft waren der Einladung in die Friedenshort-Kirche gefolgt. „Wie immer?!“ – Mit Ausrufe- oder Fragezeichen begrüßte Pfr. Christian Wagener (Referent für Seelsorge und Fortbildung im Friedenshort) die Gäste und gab Alltagsbeispiele zwischen Friseur und Bäckereitheke, die dafür typisch sind. „Der Monat Dezember hat dieses „Wie immer“ nahezu institutionalisiert, denn kaum ist die erste Kerze angezündet, läuft etwas ab wie ein Programm“, so Pfr. Wagener. Er sprach die Einladung aus zu einer „kollegialen Typberatung“: „Was für ein Weihnachtstyp bin ich eigentlich, was kommt bei mir alle Jahre wieder?“ Jedenfalls sei die Weihnachtsbotschaft ohne dieses „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind“ ja nicht denkbar, denn Gott ist Mensch geworden! Aber diese Botschaft betone nicht ein „Weiter so“, sondern: Es muss nicht bleiben, wie es ist. Dazu ermuntere das Evangelium. Pfr. Wagener: „Wie immer? Ja, gerne, aber nur, wenn wir uns daran erinnern, dass es auch anders geht. Wir dürfen und wir können neu werden“
„Wir haben die tollste Botschaft der Welt und nur wenige haben Lust, darauf zu hören!"
Für den Einstieg in ihre Andacht wählte Ursula Giebeler (Referentin Diakonisches Profil) die Serie „Gefährliche Schulwege“ und verdeutlichte, wie Kinder trotz Gefahren ihrem Wunsch nach Bildung nachkommen, weil ihnen bewusst sei, dass sie ohne Bildung nicht aus der Armutsspirale herauskommen könnten. Im Vergleich dazu sei in der westlichen Welt zuweilen eher „Unlust auf Schule“ anzutreffen. „Ist das genauso mit Gott?“, fragte Ursula Giebeler: „Wir haben die tollste Botschaft der Welt und nur wenige haben Lust, darauf zu hören!“ Vielleicht liege es auch an uns selbst, als Christen die frohe Botschaft auch tatsächlich zu leben. Die Frage sei, wie wir es vermitteln können, dass Gott Antworten habe auf unsere Lebensfragen und Lebenssuchen, auf unsere Angst und unsere Verletzlichkeit, aber auch auf unsere Hoffnung. Sich so wie man ist angenommen zu fühlen, sei eine wichtige Grundlage für das Gemeindeleben- und Wachstum, wie Ursula Giebeler mit Verweis auf eine in England erlebte Konferenz verdeutlichte. Damit schlug die Referentin den Bogen zur Weihnachtsbotschaft: „Gott ist Mensch geworden, weil er erfahren will, wie wir leben, mit allen Begrenzungen, Nöten und Sorgen! Dies sei einzigartig und in anderen Religionen nicht denkbar: „Gott beschränkt seine Macht, wird Mensch, um uns zu zeigen, dass wir von ihm geliebt sind“
Zentrale Ehrung von Dienstjubiläen
Seit dem Nachmittag war bereits die Gruppe der Jubilarinnen und Jubilare mit 25-jähriger Dienstzugehörigkeit bei der Geschäftsführung zu Gast und wurde bei einem Beisammensein im Konferenzraum der Gesamtverwaltung mit dem Silbernen Friedenshortstern ausgezeichnet. „Wir möchten Ihnen jetzt Ihre Jubiläumsurkunden aushändigen und Ihnen in dieser Weihnachtsfeier danken, für alles Engagement, ihre guten Gedanken und zuweilen auch notwendige Nervenstärke sowie ihre Lebenszeit, die Sie in den vergangenen 25 Jahren dem Friedenshort gewidmet haben“, betonte Leitende Theologin Pfrn. Ute Riegas-Chaikowski. Zusammen mit Kaufm. Leiter Götz-Tilman Hadem sowie Cordula Bächle-Walter (Regionalleitung Süd) und Oliver Klein (stellv. Regionalleiter West) nahm sie die Ehrungen vor. Die Jubilarinnen und Jubilare im Einzelnen (nicht alle konnten teilnehmen): Frank Uhling, Heike Krämer, Bettina Sallmann, Christian Guder, Dominik Feller, Gabriela Friedrich, Martina Kretschmer, Nicole Löchner, Sabine Roth-Leiser, Sabrina Benedikt, Sonja Heisterkamp, Stefanie Röcher, Susanne Hosenfeld, Tabea Nockemann.
Verabschiedung von Marita Schäfer
Außerdem gab es noch einen Abschied: Marita Schäfer, Leitung der Verwaltungsstelle für die Region West, wechselte mit Ablauf des Jahres in den Ruhestand. Den stellvertretenden Dank aller Kolleginnen und Kollegen überbrachte stellv. Regionalleiter Oliver Klein: „Du hast Großartiges geleistet, warst unglaublich engagiert und hast vielfältige Themen stets mit großer Verantwortung bearbeitet, die immer auch ein persönliches Anliegen waren!“ Darüber hinaus zeichne Marita Schäfer auch noch etwas anderes aus, sie sei einfach ein sehr liebenswerter Mensch. „Wir werden dich vermissen“, so Oliver Klein abschließend. Zwischen den Programmpunkten und zur Liedbegleitung gestalteten Simone Schuster (Orgel und Klavier) und Axel Grigo (Flöte) die Weihachtsfeier musikalisch.
Im Schein der Feuertonnen, mit leckerer Brat- und Currywurst sowie heißem Punsch klang der Abend aus. Herzlichen Dank den Teams von Hauswirtschaft und Technischem Dienst für die Vorbereitung und gute Versorgung „open air“!











