Die Geschäftsführung war aus Freudenberg angereist
Die Geschäftsführung war aus Freudenberg angereist
Die kleine Feier fand in der Aula der Tiele-Winckler-Schule in Öhringen statt
Die kleine Feier fand in der Aula der Tiele-Winckler-Schule in Öhringen statt
Hedwig Kuhn-Staudenmaier ließ ihren beruflichen Werdegang Revue passieren
Hedwig Kuhn-Staudenmaier ließ ihren beruflichen Werdegang Revue passieren
Dekanin Sabine Waldmann während ihres Grußworts
Dekanin Sabine Waldmann während ihres Grußworts
Dezernentin Ursula Mühleck und Kolleginnen überreichen ein Geschenk
Dezernentin Ursula Mühleck und Kolleginnen überreichen ein Geschenk
Regionalleiter Jürgen Grajer und stellv. Regionalleiterin Cordula Bächle-Walter
Regionalleiter Jürgen Grajer und stellv. Regionalleiterin Cordula Bächle-Walter
Das Leitungskollegium der Region Süd griff das Thema
Das Leitungskollegium der Region Süd griff das Thema „Kunst“ auf
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Frau Kuhn-Staudenmaier mit ihrem Ehemann
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Friedenshort-Mitarbeiterin Claudia Fischer spielte am E-Piano
Natasa Rikanovic trat kabarettistisch-humorvoll als Putzfrau Slavica auf
Natasa Rikanovic trat kabarettistisch-humorvoll als Putzfrau Slavica auf

Hedwig Kuhn-Staudenmaier in den Ruhestand verabschiedet

Erstellt von Jürgen Grajer |

Seit über 28 Jahren war Frau Kuhn-Staudenmaier im Friedenshort tätig, als Leiterin der Beratungsstellen im Hohenlohekreis seit 2009.

Öhringen. Mit einer kleinen Feier ist Hedwig Kuhn-Staudenmaier als Leiterin der Beratungsstellen in den Ruhestand verabschiedet worden. In Corona-Zeiten muss jede Form der Versammlung gut abgewogen werden. Das beginnt bei Abstands- und Hygieneregelungen und geht bis zur Begrenzung der Anzahl von Teilnehmenden. In seinen einführenden Worten wies Regionalleiter Jürgen Grajer auf die Herausforderung hin, sich auf 50 Gäste zu beschränken, da Hedwig Kuhn-Staudenmaier ja »Gott und die Welt kenne«. Zu den Gästen gehörte die vollständige Geschäftsführung des Friedenshortes mit Oberin Sr. Christine Killies, Pfrn. Ute Riegas-Chaikowski und Götz-Tilman Hadem. Grußworte kamen zudem vom Landkreis und der evangelischen Kirchengemeinde. Den festlichen Rahmen unterstrich Mitarbeiterin Claudia ­Fischer mit Zwischenklängen am Keyboard.

Seitens der Geschäftsführung würdigte Kaufmännischer Leiter Götz-Tilman Hadem die mehr als 28-jährige Treue von Frau Kuhn-Staudenmaier zum Friedenshort. Er betonte ihr außergewöhnliches Engagement mit ihrem Werdegang zunächst im Fachdienst, dann als Distriktleitung und schließlich ab 1. Oktober 2009 als Leitung der Erziehungsberatungsstelle und der Suchtberatungsstelle im Hohenlohekreis. Mit Empathie, Fachlichkeit und Verbundenheit zum Werk habe sie die Arbeitsfelder maßgeblich weiterentwickelt und tragfähig im Hohenlohekreis vernetzt: »Auch ihre Nachfolge haben Sie verantwortlich geregelt und die Kollegin Sabine Roth-Leiser an die Funktion herangeführt und eingearbeitet.« Für die Loyalität zum Werk und das enorme Engagement bedankten sich die Geschäftsführenden bei Frau Kuhn-Staudenmaier und überreichten einige ­Geschenke.

Die Dezernentin für Familie, Bildung und Gesundheit des Landratsamtes Hohenlohekreis, Ursula Mühleck, freute sich sehr, ein Grußwort des Landkreises zu überbringen. Sie erinnerte an ihre erste Begegnung mit Hedwig Kuhn-Staudenmaier, als es um die Finanzierung der Substitutionsbegleitung in der Suchtberatungsstelle ging. »Sie haben sich nachdrücklich und mit großer Fachlichkeit für die Belange von suchterkrankten Klienten eingesetzt«, so die Dezernentin. Als besondere Ehrung überreichte ihr Ursula Mühleck die Bürgermedaille in Silber des Hohenlohekreises. Dies als Dank und Anerkennung für die lange ehrenamtliche ­Tätigkeit in der Jugendarbeit und im Vorstand des Kreisjugendringes.
Den Aspekt Frauen in Leitungspositionen unterstrich ­Dekanin Sabine Waldmann in ihrem Grußwort. Obwohl die Phase des gemeinsamen Weges nicht allzu lang gewesen sei, hätten die Begegnungen doch eindrückliche Spuren hinterlassen. Die Dekanin hob hervor, dass vom Friedenshort eine wohltuende, von christlich-diakonischer Mitmenschlichkeit getragene Atmosphäre ausgehe. Die gemeinsam getragene Verantwortung von Kirchengemeinde und Diakonie im Zusammenwirken mit den öffentlichen Trägern sei gerade in der Unterstützung von suchtgefährdeten und suchterkrankten Menschen deutlich wahrnehmbar: »Sie haben diesen Anspruch mit all Ihren persönlichen und fachlichen Kompetenzen und in christlicher Überzeugung leidenschaftlich verkörpert.« ­
Als symbolische Geste überreichte Dekanin Waldmann einen Rosenstock.

Als abschließende Rednerin ließ Hedwig Kuhn-Staudenmaier ihren beruflichen Werdegang Revue passieren. Sie erinnerte an die zahlreichen Weggefährtinnen und Weggefährten bei den beruflichen Etappen: »Es war stets das Arbeiten im Team, was gelingende Entwicklungen und Konzepte hat entstehen lassen.« Die Entscheidung für den etwas vorgezogenen Ruhestand bedeute nun »Schritthalten mit ihrem Ehemann«, der den Ruhestand bereits genieße. Ein ehrenamtliches Mitmischen schloss Kuhn-Staudenmaier aber nicht grundsätzlich aus.
Das Leitungskollegium der Region Süd rundete die verschiedenen Betrachtungsweisen mit Analogien zur Kunst ab: beispielsweise mit den Aussagen von Salvador Dali »Modelle sollten sich bemühen, dem Porträt ähnlich zu sehen« und »Hab keine Angst vor der Perfektion, du erreichst sie nie«, die gut für die soziale Arbeit interpretierbar sind. Aus dem Archiv der Kunstschätze der Region Süd schenkten die Leitenden zwei Abbildungen aus einer diesjährigen Kunstausstellung im Rathaus.

Zum Abschluss trat kabarettistisch-humorvoll die Schauspielerin Natasa Rikanovic auf den Plan. Als die slawische Putzfrau Slavica erzählte sie von ihrer Putzkarriere, demonstrierte internationale Putzmethoden, ging auf ihre innige Besenbeziehung ein und ließ dabei ­direkte Parallelen zum beruflichen und privaten Werdegang von Hedwig Kuhn-Staudenmaier nicht aus. Mit diesem ­locker-heiteren Ausklang war die Aula frei für Small Talk bei Snacks und Getränken.

Vorstellung von Nachfolgerin Sabine Roth-Leiser

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