Weihnachtsfeier Pflegewohnbereich 2024
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"Vom Naschen lassen im Advent?"

Erstellt von Henning Siebel |

(Nicht nur) um Süßigkeiten ging es im vorweihnachtlichen Beisammensein des Pflegewohnbereichs.

Freudenberg. "Wir sagen euch an den lieben Advent", so erklang es am vergangenen Freitagnachmittag im Festsaal beim voradventlichen Beisammensein des Pflegewohnbereichs. Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörige sowie die im Pflegewohnbereich lebenden Diakonissen (sie durften jeweils eine Mitschwester als Gast einladen) stimmten sich gemeinsam auf Weihnachten ein. Nach der Begrüßung durch Simone Graul (Pflegedienstleitung), hatte Pfr. Christian Wagener in seiner Andacht Überraschendes parat: Die Adventszeit war ursprünglich eine Zeit des Verzichts, eine Fastenzeit, die am Martinstag begann! "Sollen wir daher vom Naschen lassen?", so hatte er seine Gedanken überschrieben. Und dazu die Geschichte eines Rabbi parat, der von einer recht verzweifelten Mutter um Rat gefragt wird, weil deren Sohn offenbar im Übermaß Süßes konsumiert. Zwei Wochen lang vertröstet der Rabbi die Mutter und sagt nur lapidar, sie solle nochmal wiederkommen. Beim 3. Besuch sagt der Rabbi schließlich: "Sag ihm, er soll es lassen!" Es ist nicht verwunderlich, dass die Mutter reichlich verärgert ist, nach drei Anläufen nicht einen umfassenderen Rat zu bekommen - vermeintlich ... Denn der Rabbi riet aus eigener Erfahrung, denn er habe selbst diese Zeit gebraucht, um den Konsum von Süßigkeiten zu reduzieren ...

Pfr. Wagener warb um Verständnis für diejenigen, für die Süßes einfach dazu gehört: "Nun, wie halten Sie es mit den Schokolade-Plätzchentellern? Sie können ja die Finger von der Schokolade lassen, wenn sie wollen. Sie müssen aber nicht. Jesus hat das ganze Leben mit uns geteilt, nicht nur das Leiden, auch den Genuss. Zuvor war Pfr. Wagener auf das Weihnachtsgeschehen eingegangen, auf die tröstende Nähe Gottes durch Jesus Christus, gerade, wenn wir uns in diesen Zeiten vielleicht hilflos fühlen: "Gott hat Verständnis für mich, ist mit Rat und Tat an meiner Seite. Im Blick auf ihn, habe ich dem Gefühl der Hilflosigkeit etwas entgegenzusetzen, kann Widerspruch einlegen: Nein, ich bin nicht ausgeliefert, sondern gehalten, bin nicht ausgesetzt, sondern getragen, weil Gott bereit war, die Verletzlichkeit des Lebens nicht zu umgehen, sondern in sie einzugehen, sie auszuhalten und schließlich zu überwinden."

Mit zwei Kurzgeschichten bereicherten Nicole Schmidt und Anja Fricke das Programm, bevor mit leckerem Weihnachtsgebäck und Kaffee oder Tee, Zeit zum gemütlichen Plausch bestand. Der Dank gilt allen Beteiligten für die Vorbereitung sowie Wilhelm Müller für die Begleitung der Lieder am Klavier.

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