Freudenberg/Süd-Indien. Es ist seit einigen Jahren gute Tradition, dass sich die Leitungsriege unseres Projektpartners „Kinderheim Nethanja e.V.“ zu einer Klausurtagung im Friedenshort trifft. Und nicht nur das. Es ist immer auch eine willkommene Gelegenheit, über Aktuelles aus der sozial-diakonischen Arbeit in Indien zu berichten. Seit über 20 Jahren engagiert sich der Friedenshort bekanntlich im Shanti-Projekt, um zusammen mit dem örtlichen Partner Emmanuel Ministries fachliche und finanzielle Hilfe zu leisten. Dies besonders für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen und ihre Familien. Dazu gehören unter anderem Schulbildung, die teils inklusiv und teils in einer Förderschule erfolgt, Berufsorientierung und ambulante Hilfe für Familien.
Beim Infoabend im Festsaal des Friedenshortes am 16. Oktober nahmen Pfr. Markus Schanz (Geschäftsführer) und Dekan Dr. Ekkehard Graf (Vorsitzender) die Gäste anschaulich mit hinein in die aktuellen Projekte, aber auch die Herausforderungen. Letztere ist vor allem politisch bedingt. Der Hindi-Regierung sind die Aktivitäten einer christlichen Organisation eher ein Dorn im Auge, was sich in etlichen Erschwernissen für die sozial-diakonische Arbeit widerspiegelt. Dies betrifft unter anderem auch die notwendigen Lizenzen, für den staatlich kontrollierten Geldtransfer von Hilfen aus dem Ausland. „Manchmal besteht schon die Gefahr, den Mut zu verlieren“, so Pfr. Schanz. Dass dies nicht passiere, sei daher ein wichtiges Gebetsanliegen! Bislang lassen sich die Verantwortlichen vor Ort nicht entmutigen. Dies wurde jedenfalls im Videogruß von Bischof Jeevan R. Komanapalli deutlich, Leiter des örtlichen Partners Emmanuel Ministries. Bischof Jeevan dankte zunächst für die Bewahrung durch Gottes Gnade im aktuellen Schuljahr für die vielen Kinder, Jugendlichen, Studierenden und Mitarbeitenden.
»Eure Hilfe ist zu einer tragenden Brücke geworden«
Sein Dank galt aber auch allen Unterstützern in Deutschland: „Ohne eure Unterstützung wäre unsere Arbeit für die Menschen, die unsere Hilfe benötigen, nicht möglich. Eure Hilfe ist wirklich zu einer tragenden Brücke geworden zwischen Deutschland und Indien.“ Als eine wichtige Säule der Arbeit hob Bischof Jeevan die „Emmanuel School for Special Education“ hervor, die Schule für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen, für die ein inklusiver Unterricht nicht adäquat ist, beispielsweise aufgrund von Gehörlosigkeit. Durch die besondere Verbindung sei der Friedenshort so etwas „wie ein zweiter Wohnsitz“ für Emmanuel Ministries geworden. Die Grundhaltung von Friedenshort-Gründerin Mutter Eva, insbesondere alle Menschen, die Hilfebedarf haben, so anzunehmen wie sie sind, werde gleichsam in der Arbeit in Indien lebendig.
Die württembergischen Gäste gestalteten auch den Gottesdienst am darauffolgenden Sonntag mit. Dabei war die Gemeinde eingeladen, in das bereits zuvor am Freitag erprobte „Halleluja, Halleluja“ einzustimmen (in der südindischen Regionalsprache Telugu).
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Clip vom Info-Abend auf YouTube


















