Schockmoment und zugleich Bewahrung

Erstellt von Jeevan R. Komanapalli + Henning Siebel |

Brandunfall im Jungenwohnheim unseres Projekt-Partners in Indien!

Kondala Agraharam. Das Jungenwohnheim, welches zum Campus unseres Projektpartners Emmanuel Ministries in Indien gehört, ist im Frühjahr Opfer einer Brandkatastrophe geworden! Der Bau beherbergt 82 Kinder, davon sind 20 Kinder hörgeschädigt. Das Jungenwohnheim war vor rund 20 Jahren aus Spendengeldern im Rahmen des Shanti-Projekts finanziert worden. „Im Gebäude gab es einen Kurzschluss mit Funkenschlag. Unglücklicherweise reichten diese Funken bis zu einem vollgetankten Motorrad, welches vor dem Gebäude stand und daraufhin explodierte“, berichtet Bischof Jeevan R. Komanapalli. Die Flammen breiteten sich sehr schnell aus und fanden zuerst Nahrung in einem Raum, der von neun Jungen bewohnt wird. Dort befanden sich große Holzbetten mit Schaumstoffmatratzen. Von hier griff der Brand weiter über auf das Gebäude, welches in kürzester Zeit in schwarzen Rauch gehüllt war. 

Zum Zeitpunkt des Unglücks nahmen alle Kinder am sonntäglichen Gottesdienst teil, bis auf fünf Kinder, die in einem Zimmer im Obergeschoss geblieben waren. Diese konnten jedoch von Ersthelfern schnell nach draußen gebracht. „Durch die Gnade und den Schutz unseres Herrn sind alle Kinder unverletzt geblieben“, schreibt Bischof Jeevan dankbar: „Wir wurden in dieser Tragödie deutlich Zeugen des mächtigen Schutzes Gottes. Wir glauben fest daran, dass Gott diese kostbaren Leben verschont hat.“ Auch die örtlichen Zeitungen berichteten darüber, dass der Gottesdienst die Kinder letztlich bewahrt habe. Zudem gab es Nachfragen, wie es gelingt, die hörgeschädigten Kinder teilhaben zu lassen. Bischof Jeevan berichtete den Reportern, dass diese Kinder selbstverständlicher Teil der Gemeinschaft seien und diese sehr schätzen, alle Wortbeiträge zusätzlich in Gebärdensprache erfolgten und die Texte der Lieder im Gottesdienst auf Bildschirmen eingeblendet werden.

Umfangreiche Auflagen erhalten

„In der Woche nach dem Brand kamen viele Regierungsbeamte, um ihre Ermittlungen durchzuführen. Wir konnten alle Genehmigungsnachweise vorlegen, nach denen sie gefragt hatten“, berichtet Bischof Jeevan weiter. Die abschließende Beurteilung durch die Beamten lautete allerdings, dass an vielen Gebäuden von Emmanuel Ministries in Kondala und Tamaram umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden müssten. Wie Bischof Jeevan weiter ausführt, sei es daher sehr schwierig und auch kostspielig geworden, die Kinder zu versorgen und die Arbeit fortzuführen. Der Wiederaufbau und die Erneuerung des Gebäudes und der Materialien erfordere daher Unterstützung. Denn die Arbeit mit diesen Kindern bleibe äußerst wichtig! „Diese Kinder haben sonst niemanden, der ihnen hilft. Wir setzen daher die Arbeit im Glauben und in Zuversicht auf Gottes Fürsorge fort und im Vertrauen auf die Hilfsbereitschaft aller Menschen, die in seiner Nachfolge leben!“

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