Hamburg/Sachsen-Anhalt. Bei 28 Grad und Sonnenschein ging es los: mit zwei Autos startete die Urlaubsreise der Mädchen-WG Hamburg der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort. Während der vierstündigen Fahrt wurde Musik gehört, gelacht, genascht und sich gut unterhalten. Am frühen Abend kamen wir in Mansfeld Lutherstadt (Südharz) an und erreichten unseren Wohnort für die nächsten sieben Tage: das Schloss Mansfeld, eine Jugendbildungs- und Begegnungsstätte, mitten im Wald und hoch auf einem Berg gelegen! Die Begeisterung darüber war groß. Schon beim Überqueren des Schlossgrabens konnten wir Ziegen und Hühner sehen. Wir wurden nett empfangen, bezogen unsere Zimmer, aßen Abendbrot, lernten die Schlosskatze kennen und sahen am Abend viele Fledermäuse. Das Werwolf-Lieblingsspiel der Gruppe durfte an diesem Abend, in einem wunderschönen Gemeinschaftsraum, natürlich nicht ausbleiben.
2. Tag
Wir bekamen eine ausgiebige Schlossführung und durften an der Kletterwand im Schlossgraben Ängste überwinden, uns gegenseitig sichern und hoch hinausklettern. Am Abend gingen wir alle zusammen in einem tollen Restaurant essen. Dort saßen wir im Garten in der Sonne und genossen Käsespätzle, Fleisch, Salat, Eis und leckere Limonaden.
3. Tag
Ein Tagesausflug nach Magdeburg stand auf dem Programm. Bei bestem Wetter schlenderten wir über einen Töpfermarkt auf dem Domplatz. Die Mädchen hatten außerdem riesigen Spaß, durch die installierten Wassersprenkler zu laufen. Ein Besuch im Magdeburger Dom durfte natürlich auch nicht fehlen. Sehr beeindruckt waren wir von Hundertwassers „Grüner Zitadelle“, die von unserer Gruppe liebevoll als das „Aladdin-Haus“ getauft wurde.
4. Tag
Der Tag steckte bereits voller Vorfreude, da wir dank der großzügigen Spende des Bürgervereins Groß-Flottbek einen Ausflug in den Wipperia Funpark nach Sangerhausen machen konnten. In dem Funpark wartete unter anderem eine Sommerrodelbahn und ein Hochseilgarten auf uns.
Viel Tempo lautete das Motto für unsere Gruppe auf der Sommerrodelbahn. Die Mädchen heizten mit viel Spaß und freudigen Schreien auf ihren Rodelschalen durch die Bahn. Als Gruppenevent erklommen wir noch den Hochseilgarten. Alle zusammen bestiegen wir den gleichen Pfad. Einigen fiel es leicht, den Pfad mit zwei bis fünf Höhenmetern zu bewältigen, andere kämpften mit Höhenangst, überschritten jedoch sehr tapfer ihre Grenzen. Als Gruppe unterstützten wir uns gegenseitig, sprachen uns Mut zu und motivierten vor allem diejenigen, die mit viel Angst zu kämpfen hatten, sodass am Ende alle den ganzen Pfad meisterten und unfassbar stolz auf sich sein konnten. Was für eine tolle Erfahrung für das eigene Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen!
Eine unserer Jugendlichen erklomm sogar noch drei weitere Pfade mit höheren Schwierigkeitsgraden. Was für ein Klettertalent! Nach dem Klettern gönnten wir uns eine tolle Stärkung im Funpark: Cola, Pommes, Nuggets und Kuchen füllten die Energiespeicher. Nach einer abschließenden Fahrt auf der Sommerrodelbahn, ging es ins Schloss zurück. Alle waren sehr glücklich und auch persönlich gestärkt durch die Erfahrungen an diesem Tag. Auch auf das Gruppengefüge hatte der Ausflug einen sehr positiven Effekt, da nicht nur das gemeinsame Erlebnis eine tolle Erfahrung war, sondern im Hochseilgarten gemeinsam Grenzerfahrungen durchlebt zu haben.
Am Abend entschieden wir uns spontan, noch zu einem Badesee zu fahren. In wunderschönstem klaren Wasser plantschten, schwammen und tauchten wir in den Sonnenuntergang hinein. Als wir zurück waren bestellten wir zum Abschluss des Tages noch Pizza ins Schloss und ließen es uns gut gehen. Danach waren wir alle ziemlich müde, was aber die Gruppe nicht davon abhielt, im Gemeinschaftszimmer noch eine Runde Werwolf zu spielen: Was für ein gelungener Tag!
5. Tag
Wieder war Bewegung angesagt. Wir machten einen Ausflug zum Brocken. Nach anfänglichen Schwierigkeiten den richtigen Wanderweg zu finden, „groovten“ wir uns schnell ein. Wir hatten Glück und sahen die schöne Brockenbahn an uns vorbeifahren, während wir den Berg bestiegen. Ganz nach oben schafften wir es an dem Tag nicht mehr, weil wir zum Abendessen pünktlich zurück im Schloss sein wollten. Das machte uns aber nichts aus. Wir hatten einen tollen Tag und wurden mit wunderschönen Aussichten belohnt. Am Abend war es nach dem langen Wandertag dann umso schöner die Beine auszuruhen, Perlenarmbänder zu basteln und wie immer das Werwolfspiel zu spielen.
6. Tag
Eigentlich waren wir alle schon ein wenig traurig, dass die Reise fast vorbei war. Zum Abschluss gingen wir ins Freibad, übten Kopfsprünge und tauchten um die Wette. Am Abend machten wir ein Lagerfeuer im Schloss für das wir vorher unser eigenes Holz im Wald gesammelt hatten und sogar selber zersägten. In der Dämmerung zündeten wir das Feuer an, machten Stockbrot und Marshmallows, reflektierten die vorangegangenen Tage und spielten – es durfte nicht fehlen – nach Werwolfspiel.
7. Tag
Am letzten Tag frühstückten wir, packten unsere Sachen, räumten auf, beluden die Autos und fuhren zurück nach Hamburg. Die meisten schliefen im Auto. Als wir in der Wohngruppe zurück waren, aßen alle zusammen gemeinsam ein Mittagessen und stellten fest, dass die Reise die Gruppe noch besser zusammengeschweißt hat und es die beste Gruppenreise überhaupt war.





