Freudenberg/Siegen. Wie können Gruppenleitungen ihre Rolle noch wirksamer gestalten? Welche Strukturen unterstützen eine erfolgreiche Zusammenarbeit und wie gelingt es, Teams für Veränderungen zu begeistern? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich das Leitungsteam und die Gruppenleitungen des stationären Bereiches Siegen/Freudenberg in einem ganztägigen Workshop. Geleitet wurde dieser von Andrea Krumm-Tzoulas (Einrichtungsleitung) sowie Alina Schmidt, Birgit Wolf und Sebastian Klasen (alle Fachberatung/Koordination).
Nach einer Besinnung zu Beginn konnten sich die Teilnehmenden an interaktiven Mentimeter-Umfragen beteiligen. Dabei standen sowohl die Weiterentwicklung der regelmäßigen Gruppenleitungssitzungen als auch die Frage im Mittelpunkt, ob eine bereichsübergreifende kollegiale Beratung künftig wieder etabliert werden soll. Die Rückmeldungen lieferten wertvolle Impulse für die Zusammenarbeit.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kooperation zwischen Gruppenleitungen und Leitungsteam. In einer SPOT-Analyse (Analyse von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken) wurden aktuelle Themen und Herausforderungen gesammelt, priorisiert und gemeinsam betrachtet. Das Leitungsteam nahm die Ergebnisse auf, um konkrete Schritte zur Bearbeitung zu entwickeln.
Unter dem Leitthema „Selbstverständnis und Haltung“ tauschten sich die Teilnehmenden an verschiedenen Thementischen intensiv über ihre Rolle als Gruppenleitung aus. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen der Teamleiter-Fortbildung auf den Führungsalltag, aktuelle Herausforderungen in der Leitungsrolle sowie die Frage, wie Mitarbeitende für Weiterentwicklung motiviert und begeistert werden können. Die Gespräche machten deutlich, wie wichtig Reflexion, gegenseitiger Austausch und eine gemeinsame Haltung für eine erfolgreiche Führung sind.
Nach der Mittagspause gab es Gelegenheit, gelungene Beispiele aus der Praxis kennenzulernen. Die Teilnehmenden reflektierten gemeinsam erfolgreiche Ansätze der Eigenorganisation, entwickelten daraus neue Ideen für ihre Arbeit und leiteten konkrete Entwicklungsschritte für ihren jeweiligen Arbeitsbereich ab.
Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war das gemeinsame Weiterentwickeln von Teamsitzungen. In Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmenden Standards für Ziele, Inhalte und Strukturen. Dabei ging es unter anderem um die Frage, welche Themen künftig verbindlich in Teamsitzungen bearbeitet werden sollen, wie Ergebnisse nachhaltig in die Praxis übertragen werden können und welche Rahmenbedingungen eine erfolgreiche Teamarbeit unterstützen. Die erarbeiteten Vorschläge wurden im Plenum vorgestellt und gemeinsam diskutiert.
Bei einer abschließenden Reflexion der Ergebnisse formulierten die Teilnehmenden persönliche Umsetzungsvorhaben und verständigten sich darauf, woran künftig sichtbar werden soll, dass die erarbeiteten Impulse tatsächlich im Alltag wirksam werden.
Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll der offene Austausch, gemeinsames Lernen und das aktive Mitgestalten für die Weiterentwicklung der Führungsarbeit im stationären Bereich sind. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit und tragen dazu bei, Führung, Teamarbeit und die Qualität der pädagogischen Arbeit nachhaltig weiterzuentwickeln.



