Öhringen. „Herzlich willkommen zum 50-jährigen Jubiläum der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche im Hohenlohekreis. Fünf Jahrzehnte, in denen wir Familien begleitet, Eltern gestärkt und die Chancen von Kindern verbessert haben – das ist ein Grund zur Dankbarkeit und zum Feiern.“ Mit diesen Worten begrüßte Regionalleiterin Cordula Bächle-Walter die Gäste in der Aula der Tiele-Winckler-Schule. Auch die Leiterin der Beratungsstelle, Sabine Roth-Leiser, zeigte sich erfreut darüber, dass so viele Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter der Einladung gefolgt waren. Neben den zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partnern gab es Gäste aus unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehörten freie Träger, Ämter, Beratungsstellen und Vereine, Schulen und Kindergärten, das Gesundheitswesen sowie die Justiz. Besonders erfreulich war, dass auch viele ehemalige Mitarbeitende der Beratungsstelle an diesem besonderen Anlass teilnahmen. Im Anschluss an die Begrüßung richteten die Leiterin des Jugendamtes des Hohenlohekreises, Claudia Müller, sowie der Geschäftsführer der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort, Götz-Tilman Hadem, ihre Grußworte an die Anwesenden.
In einem anschaulichen Rückblick ließ Sabine Roth-Leiser die 50-jährige Geschichte der Beratungsstelle Revue passieren. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen und gesellschaftlichen Veränderungen sind, denen sich die Beratungsstelle im Laufe der Jahre gestellt hat. Themen wie der „Umgang mit Medien“ waren bereits früher Gegenstand von Elternabenden – wenngleich sich diese von Fernsehkonsum hin zur Nutzung von Smartphones und Spielkonsolen stark gewandelt haben. Die Trennungs- und Scheidungsberatung, die anfangs kaum eine Rolle spielte, nimmt heute einen bedeutenden Platz in der Arbeit ein. Insgesamt wurden die Angebote kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Bedarfe angepasst. Grafisch dargestellt war zudem der enorme Anstieg der Fallzahlen in den letzten Jahren.
In seinem Fachvortrag beleuchtete Prof. Dr. Bernhard Kalicki, Diplom-Psychologe und Abteilungsleiter am Deutschen Jugendinstitut in München, gesellschaftliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Familien und Kinder – sowie die sich daraus ergebenden Folgen für die Erziehungsberatung. Für einen unterhaltsamen Ausklang sorgte die Theatergruppe „Theatrie e. V.“ aus Öhringen. Mit pointiert überspitzten Szenen aus dem Beratungsalltag brachten sie Alltagssituationen auf den Punkt, machten nachdenklich – und sorgten dabei auch für das ein oder andere Schmunzeln.
Bei einem abwechslungsreichen Büfett ließen die Gäste den Nachmittag in angenehmer Atmosphäre und bei guten Gesprächen ausklingen – herzlichen Dank an alle, die für die Bewirtung gesorgt haben.
Erziehungsberatungsstelle feierte 50-jähriges Bestehen
Erstellt von Sabine Roth-Leiser |
Zum Jubiläum schauten auch ehemalige Leitungsverantwortliche vorbei.



