»Die Message wird schnell klar, ohne dass es dazu irgendwelcher Erklärungen bedarf: Halt entsteht nicht durch perfekte Biografien, sondern durch verlässliche Beziehungen – auch (und erst recht) dort, wo es laut und chaotisch wird. Das Ziel ist nicht Harmonie, sondern es miteinander und mit sich selbst auszuhalten. […] Der Film beobachtet konsequent, aber mit viel Sensibilität und gelegentlich auch mit augenzwinkerndem Humor den Alltag der Mädchen, ihre Ausbrüche und ihre kleinen Fortschritte, aber auch die Probleme im Zusammenleben mit Betreuerinnen, Eltern und Institutionen. Der Regisseur Stefan Sick lässt sich viel Zeit, um ein genaues Bild der Situation und der Entwicklung zu liefern, zeigt die Mädchen als Persönlichkeiten im Zustand permanenter Selbstbehauptung und auf der Suche nach sich selbst: mal großspurig, mal verletzlich, mal unberechenbar – oft alles auf einmal.« Gaby Sikorski programmkino.de »Lena, Leni, Eleyna und Lisann sind die Protagonistinnen in dieser einfühlsamen, behutsam umgesetzten Langzeit-Dokumentation. Sie wünschen sich nur eins: ein normales Leben mit jener Sicherheit und – elterlichen – Geborgenheit, die für viele Kinder und Jugendliche selbstverständlich scheint. Doch dies ist alles andere als selbstverständlich, das macht die Doku über diese vier feinfühligen und intelligenten, aber auch schwer traumatisierten junge Menschen deutlich. Die Kamera verweilt häufig auf Augenhöhe der Figuren, folgt den Mädchen voller Respekt – und dem nötigen Abstand – durch ihren Alltag und vermeidet jederzeit auch nur den Anflug von Effekthascherei. Auf diese Weise entsteht eine Nähe, die nie voyeuristisch oder aufdringlich wirkt.« Björn Schneider spielfilm.de Filmtheater Schauburg, Karlsruhe Premiere in Stuttgart, © Lars Grözinger FRIEDENSHORT 7
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