Das Friedenshortwerk – Hausmagazin

Deeskalation in Theorie und Praxis – ein Erfahrungsbericht Tostedt. Die Deeskalationsfortbildung, die im November, Januar und Februar in der Einrichtung Tostedt der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort stattfand, empfand ich als äußerst hilfreich und praxisnah. Die Inhalte waren durchweg interessant und lassen sich in vielen Arbeitsbereichen anwenden. Besonders positiv fiel mir die Gestaltung durch die Deeskalationstrainerin Franziska Brand auf, die ihre Inhalte anschaulich und verständlich vermittelte. Die PowerPoint-Präsentationen waren übersichtlich und nicht überfordernd, und es gab eine gelungene Mischung aus Theorie und praktischen Übungen. So konnte ich die besprochenen Inhalte gut aufnehmen und direkt anwenden. In der Theorie beschäftigten wir uns intensiv mit Gewalt, der Entstehung von Konflikten, verschiedenen Konfliktarten, Aggressionstypen und dem Krisenmodell. Zudem sprachen wir über die Auswirkungen von Stress und rechtliche Grundlagen wie Notwehr. Besonders hilfreich fand ich, dass nicht nur das Verhalten von betreuten jungen Menschen im Fokus stand, sondern auch, wie ich mich selbst in schwierigen Situationen schützen kann. Es herrschte eine offene Atmosphäre, in der man gut über eigene Erfahrungen, Krisensituationen und Fallbeispiele aus dem Alltag sprechen konnte. Nach dem theoretischen Teil arbeiteten wir in Gruppen, um das Gelernte zu vertiefen, eigene Fallbeispiele einzubringen und unser Verhalten zu reflektieren. Die Ergebnisse besprachen und überarbeiteten wir anschließend gemeinsam. Für mich waren die praktischen Schutztechniken, die wir gegen Ende der Einheit übten, besonders hilfreich. Wir lernten verschiedene Griffe, um uns in Eskalationssituationen zu schützen und angemessen zu reagieren. Positiv fand ich auch, dass zu Beginn jeder Einheit die Inhalte wiederholt wurden, da die Termine zeitlich weit auseinander lagen. Insgesamt ziehe ich ein sehr positives Fazit aus der Fortbildung, da ich nicht nur fachlich viel lernte, sondern auch neue Erkenntnisse über mich selbst gewann. Es gab viele wertvolle Impulse für den Arbeitsalltag, und ich würde jederzeit wieder teilnehmen. Ich bin überzeugt, dass alle Teilnehmenden etwas für sich und den eigenen Arbeitsalltag mitnehmen konnten. Lena Fink, Einrichtung Tostedt Die Teilnehmenden vor dem Eingang der Verwaltung 46 REGION NORD

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