Das Friedenshortwerk – Hausmagazin
REGION OST 47 » ausgiebige warme Dusche macht, wurde uns bewusst, als das Duschen tagelang zeitlich begrenzt und gestaffelt werden musste. Zudem mussten für Wochen zwei Zim- mer im Vorderhaus gesperrt werden. Wir rückten also wieder dichter zusammen. Und auch hier lernten wir zu schätzen, welche Vorzüge doch ein Einzelzimmer haben kann. Alle haben trotzdem einsichtig und verständnis- voll auf diese Einschränkungen reagiert. Abgesehen von den zu meisternden Herausforderungen, brachte die Sanierung auch den ein oder anderen überraschenden Moment mit sich: Erstaunlich, wie schnell die Sanierung vorangeht, wenn man mal für drei Tage nicht mittendrin, sondern im Urlaub ist. Erstaunlich, welch überragenden Ausblick man über Schwerin erhält, wenn man das Bau- gerüst als Balkon nutzen würde. Erstaunlich, auf dem Dachboden unter »100 Jahre altem Jubiläumsstaub« alte und noch funktionstüchtige Schlitten zu finden. Wir alle freuen uns schon sehr auf den Abschluss der Bauarbeiten. Viele liebe Grüße von den kleinen und großen Seerosen aus Schwerin Anika Golms – Wohngruppe Seerosen (Vorderhaus) dem wusste ich nicht, dass sie so lange arbeiten. Ich konnte mein Fenster nicht aufmachen, weil da ständig Bauarbeiter rumlaufen. Vanessa: Der Lärm stört beim Hausaufgabenmachen. Oben auf die Toilette gehen war sehr schlecht, weil die Bauarbeiter mich sonst dabei gesehen hätten. Maria: Ich finde krass, dass sie einfach auf dem Dach rumlaufen und nicht runterfallen. Worauf freut ihr euch besonders, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind? Toni: Wir können endlich wieder das ganze Grund- stück nutzen und das Haus wird dann viel schöner aus- sehen. Maria: Ich freu mich auf den Spielplatz auf dem Hof und dass alles ganz glatt gemacht wird. Vier Mädchen aus der Wohngruppe im Alter von 12 bis 16 Jahren schildern aus ihrer Sicht, wie sie die letzten Wochen erlebt haben: Welche Meinung habt ihr zur Haussanierung? Anna: »Ich habe mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht – aber ich finde es gut, dass die Fassade dann nicht mehr so hässlich ist. Wir konnten nicht einfach so ins Hinterhaus gehen. Es musste uns im- mer ein Erzieher begleiten. Selbst wenn ich nur ein Ei holen wollte. Richtig nervig. Dieser übergroße Krahn hat mich überwältigt. Toni: Ich finde es sehr gut. Das Dach war schon so ka - putt, dass es durchgeregnet hat und Ziegel herunter- gefallen sind. Wir hatten viele Löcher in der Wand– in denen haben Vögel gebrütet und es war morgens (sobald es hell wurde) sehr laut. Die Bauarbeiter reden extrem laut … und … sie singen – leider sehr schief. Mich hat am meisten begeistert, dass sich die Bau- arbeiter die Metallstangen zugeworfen haben und vor allem, dass sie diese auch gefangen haben. Außer-
RkJQdWJsaXNoZXIy NjQ3NDQ=