Das Friedenshortwerk – Hausmagazin

REGION OST 46 » Schwerin. Bei den Seerosen in Schwerin herrscht seit Wochen Ausnahmezustand: erst die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie und parallel seit Sommer eine riesige Baustelle! Während des Lockdowns schätz- ten wir es sehr, ein weiträumiges Außengelände zur Ver- fügung zu haben. Spiel und Sport im Freien ließen uns das herausfordernde Homeschooling gleich viel besser bewältigen. Trotz und gerade durch Social Distancing verstärkte sich das soziale Miteinander unter uns. Man freute sich über Angebote in der Wohngruppe, die Ab- wechslung brachten, und es war egal, ob noch ganz jung oder schon 16 Jahre und eigentlich zu cool dafür. In die- ser Zeit fand auch das alljährliche Hoffest statt. Diesmal leider ohne Angehörige und Gäste. Alle hatten dennoch einen tollen Tag mit vielen verschiedenen Aktionen, lauter Musik, bunten Cocktails und einem leckeren Essen. Der Start in die Sommerferien war rundum perfekt – und dann kam die Baustelle. Im Zuge der umfangreichen Sanierungsarbeiten von Dach, Fassade und Außengelände rollten riesige Baufahr- zeuge an und unterschiedliche Maschinen und Schutt- container sowie Tonnen an Dachziegeln nahmen uns unsere Spielflächen, versperrten die Auffahrt und sorgten für Chaos in der Parksituation. Und dann die vielen frem- den Leute. Das war ganz schön aufregend. Schon bald merkten alle, was es heißt, eine Baustelle rund um das Haus zu haben. Ausschlafen? Nein – falsch gedacht! Schon früh fing der Baulärm an und es wurden alle unsanft aus ihren Träumen gerissen. Doch beim Lärm allein blieb es leider nicht! Das Haus war nahezu immer schmutzig. Die abgeklebten Fensterscheiben ließen uns so manches Mal wie kleine Maulwürfe im Dunkeln sitzen. Neben den kleineren Herausforderungen kamen auch noch größere und unerwartete hinzu, die Durchhalte­ vermögen, Gelassenheit und vor allem Einfallsreichtum erforderten: Die Heizung fiel aus. Welch Freude eine Achtung Baustelle! Im Zuge der Sanierung von Dach, Fassade und Außengelände der WG Seerosen in Schwerin rückten schwere Baufahrzeuge an

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