Das Friedenshortwerk – Hausmagazin
REGION WEST 40 Das Besondere dieser Hilfe ist, dass wir im selben Haus, in dem Familie Schmidt lebt, eine Wohnung zwei Stock- werke tiefer angemietet haben. Diese Wohnung hat ein Büro, das auch als Hausaufgabenzimmer für die Kinder genutzt wird, ein Spielzimmer, das die Kinder mit einrich- ten durften, ein Jugendzimmer mit Sofa zum Relaxen und eine Küche, in der mit den Kindern gekocht werden kann. Wenn die Kinder nach Kita und Schule nach Hause kom- men, gehen sie zunächst zu ihren Eltern und kommen dann hinunter in unsere Räumlichkeiten (im Jargon der Familie: »Bin auf der Drei.«). Hier werden sie von einem oder zwei Mitarbeitenden empfangen und leben mit die- sen einen familiären Alltag, der aus schulischer Förde- rung, spielen, lesen, basteln, kochen und allem, was Kin- der gerne machen, besteht. Dazu gehört auch, sich mit anderen Kindern zu treffen bzw. Kontakte zu ihnen her - zustellen und zu fördern, Sportvereine aufzusuchen oder mit den Mitarbeitenden in den Wald oder zum Spielplatz zu gehen. Konflikte aushalten und austragen, verbunden mit erzie - herischem Eingreifen, sowie das Entwickeln von Lösungs- strategien mit den Kindern gehört zu den täglichen, durchaus anstrengenden Aufgaben der Pädagogen. Für jedes Kind ist in einem Förderplan festgehalten, in wel- chen Bereichen es Förderung benötigt und welche Hand- lungsschritte dafür notwendig sind. Das Team des Fami- lienprojektes besteht aus vier Mitarbeitenden mit einem Umfang von insgesamt 1,5 Vollzeitstellen. So können wir gewährleisten, dass die Familie auch in Urlaubszeiten immer von den gleichen Bezugspersonen betreut wird. Grundlage der Arbeit ist eine wertschätzende Haltung den Kindern und Eltern gegenüber. Die Eltern bleiben Eltern, sie werden als Eltern respektiert, gleichzeitig »müssen« sie in fast allen Belangen, die ihre Kinder be- treffen, Unterstützung annehmen und werden bei wich - tigen Terminen in Schulen, mit Ärzten und Therapeuten begleitet. Hier gilt es, viel Fingerspitzengefühl zu entwi- ckeln, um mit Konkurrenzgefühlen der Eltern gegenüber den Mitarbeitenden umzugehen, die sich beispielsweise in Angst und Ablehnung äußern. Durch ihre wertschät- zende Grundhaltung gelingt es den Kolleginnen und Kollegen jedoch zu vermitteln, dass die Eltern die wich- tigsten Bezugspersonen für ihre Kinder sind. Bei einem gemeinsamen Ausflug
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