Das Friedenshortwerk – Hausmagazin

REGION WEST 39 Siegen. Wir kennen Familie Schmidt (Name geändert) seit 17 Jahren. Damals erhielt sie sozialpädagogische Unterstützung für ihre beiden erstgeborenen Kinder. Familie Schmidt, das sind heute Mutter und Vater mit sieben Kindern, einem Sohn und sechs Töchtern im Al- ter von fünf bis 19 Jahren. Der Sohn lebt mittlerweile in einer eigenen Wohnung und macht eine Ausbildung. Die älteste Tochter lebt seit zwei Jahren in einer Wohn- gruppe. Die anderen fünf Kinder leben mit ihren Eltern in einer 86-Quadratmeter-Wohnung. Familie Schmidt hatte immer Kontakt zum Jugendamt, mal mehr, mal weniger intensiv, streckenweise auch ohne Hilfe – es handelt sich sozusagen um eine »On-off-­ Beziehung«. Frau Schmidt ist psychisch erkrankt, sie lei- det unter Panikattacken (seit der Coronazeit ist sie nicht mehr vor die Tür gegangen) und meidet jeden sozialen Kontakt. In früheren Zeiten hat sie versucht, ihre Proble- me mit Alkohol in den Griff zu bekommen. Herr Schmidt ist gesundheitlich und psychisch nicht in der Lage, einer Arbeit nachzugehen. Frau Schmidt ist Frührentnerin. Alle Kinder haben psychosozial bedingte Entwicklungsverzö- gerungen und hohen Förderbedarf. Da die Kinder trotz großer Defizite in der Versorgung und Förderung eine enge Bindung an ihre Eltern haben, wurde die Idee eines »Familienprojektes« geboren. Im Auftrag des Jugendamtes entwickelte die Evangelische Jugendhilfe Friedenshort ein Konzept, welches ermög- licht, dass die Eltern weiterhin mit ihren Kindern in einem Haushalt leben. Dies allerdings unter der Bedingung, Hilfe für ihre Kinder anzunehmen. Ziel ist es, das Kindes- wohl sicherzustellen, indem die Kinder in allen Belangen ihrer persönlichen, sozialen und schulischen Entwicklung gefördert werden. Neues Konzept: Ambulante Hilfen Siegen berichten über Familienprojekt Für die Einweihungsfeier der Friedenshort-Wohnung hatten die Kinder eine Aufführung vorbereitet

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