Das Friedenshortwerk – Hausmagazin

1951 in den Friedenshort (damals in Bad Berleburg) ein. Zunächst nahm sie am Schülerinnenkursus teil und wurde 1951 für ein Jahr in die Kinderheimat nach Oberlauringen gesandt. Schon da zeigte sich ihre große Liebe zu Kindern, die ihre Hilfe brauchten. Im April 1952 wurde sie in unserer Kinderheimat in Mistlau als Kinderschwester eingesetzt. 1955/56 absolvierte sie die Ausbildung zur Heimerzieherin und blieb bis im Jahr 2000 dort. Am 1. November 1959 ließ Sr. Anna sich zur Diakonisse einsegnen und bekam das Wort aus Lukas 16,10 zugesprochen. »Wer im Gerings- ten treu ist, der ist auch im Großen treu.« Diese Treue im Kleinen wie im Großen ist buchstäblich in ihrem Leben ge- worden. 1975 zog sie mit allen Kindern auf den Cappelrain nach Öhringen um. 48 Jahre hat Sr. Anna sich der Freuden, Sorgen und Nöte der Kinder angenommen. Immer war sie für ihre Kinder da und hatte bis zu ihrem Heimgang viele intensive Kontakte. Des Herrn Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus Dieses Wort hatte Sr. Anna sich für das Jahr 2022 gezo- gen. Gott hat den Lebensweg von Sr. Anna in seine Hand genommen und sie sicher geführt. Er hat ihr Gaben ge- schenkt, die sie in ihrem Dienst gut nutzen konnte. Ihre lebensbejahende Art, ihr Frohsinn und ihre tiefe Liebe zum Herrn Jesus Christus hat allen wohlgetan. In den Morgen- stunden des 24. Mai 2022 hat Gott, der Herr, unsere liebe Schwester Anna Hoffmann im Alter von 92 Jahren in seine Ewigkeit gerufen. Zufrieden und dankbar durfte sie ihren Lebensweg hier vollenden. Wir werden sie nicht vergessen. Sr. Christine Killies »Der Rat des Herrn ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus.« Jes 28,29 Diakonisse Anna Hoffmann * 28.07.1929 in Haine (Hessen) † 24.05.2022 in Freudenberg Sr. Anna Hoffmann wurde am 28. Juli 1929 als fünftes von acht Geschwistern geboren. Ihr Vater war Landwirt, arbeitete zeitweise noch in einer Fabrik und die Mutter ver- sorgte den Haushalt und die Familie. Sr. Anna schrieb selbst: » I ch besucht e d i e Volksschule in Haine. Im April 1943 wurde ich aus der 8. Klasse entlassen. Danach habe ich in der elterlichen Landwirtschaft mit- geholfen. Mein Pflichtjahr machte ich in Rennertehausen beim Bauer Heinrich Henkel. Seine Frau war eine tüch- tige Bäuerin, bei der ich viel lernte. Hier blieb ich bis 1949 und half besonders in der Betreuung der sechs Kinder. Schon damals wäre ich gerne Kindergärtnerin geworden, aber die Kriegsverhältnisse verboten es. Durch Erkrankung meiner Eltern musste ich die Stelle aufgeben und im Elternhaus helfen.« Als Sr. Anna 1946 an einer Mädchenfreizeit teilnahm, kam sie zum Glauben an Jesus Christus. In ihr reifte der Wunsch, einmal Diakonisse zu werden. So trat sie am 1. August NACHRUF 50

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