Das Friedenshortwerk – Hausmagazin
nah vor unserer Tür als zerstörerische Kraft ein ganzes Land, das Zuhause von Freunden und Freundinnen in Schutt und Asche legt. Dabei sind wir doch mit der Pandemie und ihren Folgen immer noch mehr als genug beschäftigt, von den drama- tischen Klimaveränderungen mal ganz abgesehen. Wir sehen, wie fanatische, terroristische Machthaber Menschen unterdrücken, Leben zerstören und zur Flucht zwingen. Ein Leben in Sicherheit mutet wie ein unerfüll- barer Traum an. »Ehre sei Gott in der Höhe…« Ich möchte jubeln, aber in meinen Jubel mischt sich deut- lich die Bitte, das Flehen: Gott, schau doch hin! Du bist doch ein Gott, der mich, der die Menschen, der jedes einzelne Menschenkind sieht. Hilf mit! Sei nah, sei da und bring Frieden – diesen einen Frieden, den nur du geben kannst. Und ich hoffe auf die vielen Stimmen, die sich erheben werden in dieser Adventszeit. Sie künden von offenen Türen und weiten Toren, vom Licht, das in die Welt kommt und Frieden bringt. Es ist das Bild dieser Hoffnung: ein Kind, geschützt in den Armen seiner Mutter, umgeben von Menschen, die das Wenige, was sie haben, teilen. Mächtige, die sich hinten anstellen und einfach nur helfen wollen. Und über allem der Gesang der Engel vom Frieden auf Erden. So sieht er aus, sein Friede: ein kleines Menschenkind, gerade geboren, voller Energie und mit dem Willen zu überleben. Mit ihm setzt Gott seine Welt in Bewegung. Es lässt Menschen eilen und teilen, Reiche die Knie beugen und Tiere Wärme spenden. Mit ihm kommt Licht in die tiefste Nacht dieser Welt und wir kündigen ihn an, zeigen unsere Hoffnung und Sehn - sucht mit jeder Kerze, die wir in dieser Zeit anzünden, mit jedem Licht, das erzählt von dem einen Licht der Welt, das wir erwarten. Gesandt von Gott, der keines seiner Menschenkinder aus den Augen lässt und von dem ich weiß: »Du bist ein Gott, der mich sieht.« Auf ihn will ich vertrauen mit allen Menschen seines Wohlgefallens – mit allen weltweit. Denn er kommt, der Friedefürst, und schenkt Leben, Hoffnung, Mut und ein liebendes Herz und Frieden. Ich wünsche Ihnen zusammen mit Herrn Hadem und Oberin Sr. Christine Killies eine gesegnete Adventszeit, frohe Weihnachten und ein friedvolles gutes Jahr 2023. Herzliche Grüße Ihre und Eure Ute Riegas-Chaikowski, Pfarrerin VORWORT 5
RkJQdWJsaXNoZXIy NjQ3NDQ=