Das Friedenshortwerk – Hausmagazin

VORWORT 4 Liebe Freundinnen und Freunde des Friedenshortes, liebe Leserinnen und Leser, Zacharias wurde vom Heili- gen Geist erfüllt und sprach: »Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk.« Lukas 1,67+68 Besuch hat sich angesagt! An festlichen Tagen freu- en sich die Eltern, wenn Kinder und Enkelkinder zu Be- such kommen, Freunde und Bekannte sich treffen. Auch im Friedenshort freuen wir uns, wenn ehemalige Kinder mit ihren Familien bei uns zu Gast sind und gerne auch einzelne Gäste. Ein reges Austauschen beginnt über die Erlebnisse des letzten Jahres. Gemeinsame Ereignisse tauchen vor unseren Augen auf und erfreuen uns. In dieser Advents- und Weihnachtszeit wird alles anders sein! Lang geplante Besuche müssen abgesagt werden. Gemeinsames Feiern ist nur sehr begrenzt möglich. Für viele Menschen, auch für uns, ein sehr trauriger Um- stand – auch wenn wir die Notwendigkeit dazu sehen. Oder ist in diesem Jahr in der Weihnachtszeit doch nicht alles anders? »Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk.« Mit diesen Worten lobt der alte Priester Zacharias den Gott Israels. Er hat es erleben dürfen, dass Gott ihm und seiner kinder- losen Frau Elisabeth in hohem Alter einen Sohn schenkt. Die Hoffnung hatten sie schon lange aufgegeben, aber dann erscheint ihm der Engel Gabriel und verkündet ihm diese frohe Botschaft. Sein Sohn Johannes wird mit dem Geist Gottes erfüllt sein und vielen Menschen zum Segen werden und er wird den Weg für den Messias, den Christus Gottes, vorbereiten. Zacharias kann das nicht glauben und wird bis zur Geburt seines Sohnes Johannes nicht mehr sprechen können. Nun ist Johannes geboren und jubelnd sprudelt der Lobgesang aus seinem tiefsten Herzen hervor. Gott hat ihn und seine Frau nicht verges- sen. Er hat sie gesehen und an sie gedacht, ja, er hat sie besucht. Im Geist darf Zacharias noch weiter sehen. Gott hat auch sein Volk, das in Finsternis und Schuld sitzt, nicht verges- sen. Seine Liebe ist so groß, dass er ihnen und damit auch uns Hilfe und Rettung bringen will. Es ist unvorstellbar und wunderbar zugleich: Gott liebt uns so sehr, dass es ihn in seiner Herrlichkeit nicht mehr hält. Er kommt vom Himmel herab und wird Mensch. Er tritt in unser Leben hinein und besucht uns in seinem Sohn Jesus Christus. Als Kind kommt der Sohn Gottes in sehr einfachen Ver- hältnissen zur Welt. Er lässt sich ganz und gar auf unser Leben hier in dieser Welt ein. Er erlebt Freude und Not. Er weint und hat Angst wie wir und durchleidet den Tod, damit wir Erlösung durch ihn haben. Gott hat uns be- sucht und erlöst! Dieser Besuch ist für uns so existentiell, dass er hinein- reicht bis in die Ewigkeit. Darum ist in dieser Weihnachts- zeit nicht alles anders. Den Besuch Gottes dürfen wir auch in diesem Jahr wieder feiern – vielleicht anders und stiller als sonst, aber mit einem umso weiteren Herzen für die Weihnachtsbotschaft. Das gibt uns Kraft und Zuversicht

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