Das Friedenshortwerk – Hausmagazin
NACHRUF 52 Ich lebe, doch nun nicht ich, Christus lebt in mir. Gal. 2,20 Diakonisse Irene Schulz * 23.08.1928 in Birnbaum/Posen † 21.03.2020 in Freudenberg Sr. Irene wurde am 23. August 1928 als viertes Kind des Schlossers Joseph Schulz und seiner Ehe- frau Emma in Birn- baum/Posen geboren. Sie hatte eine schwere Kinder- und Jugend- zeit. Als sie acht Jahre alt war, starb die Mut- ter und Sr. Irene kam zur Tante, die dann für sie sorgte. Schon in dieser Zeit saß sie gerne an der Näh- maschine und machte ihre ersten Nähversuche. Von 1934 bis 1943 besuchte sie die Volksschule in ihrer Heimatgemeinde. 1943 bis 1944 absolvierte Sr. Irene ihr Pflichtjahr. Ab 1945 wurde sie zur Zwangsarbeit auf ver - schiedenen Gütern herangezogen. Nach dieser schweren Zeit zog sie um nach Schweidnitz/Oberschlesien und ar- beitete in einer Fabrik. Die schlechte Ernährung und die anstrengende Arbeit verkraftete ihr Körper nur schwer, so dass sie ernsthaft erkrankte. Dies hatte einen dreimona tigen Krankenhausaufenthalt zur Folge. In dieser Zeit lernte Sr. Irene Jesus Christus als ihren persönlichen Herrn und Heiland kennen. Sie las das Buch »Mutter Eva« und wusste sich in den Friedenshort gerufen. Zunächst siedelte Sr. Irene ins Sauerland nach Brügge um und wohnte bei ihrem Bruder. Sie suchte sich eine Arbeit im Haushalt – verlor aber nie den Friedenshort aus den Augen. So meldete sie sich zu einem Diakonischen Jahr in Hoisdorf und arbeitete dort bei den Kindern. 1959 trat Sr. Irene als Schwester in den Friedenshort ein und wurde im April 1967 zur Diakonisse eingesegnet. Sie arbeitete zuerst auf verschiedenen Stationen und kam schon 1961 in die Nähstube. Ihr großes Interesse und ihre Begabung für Näharbeiten konnte sie hier gut ein- bringen, so dass sie die Nähstube verantwortlich über- nahm. 1973 kam dann noch der Küsterdienst in unserer Friedenshortkirche dazu, den sie mit großer Sorgfalt aus- übte. Der Einsatz für ihren Herrn an dem ihr zugedach- ten Arbeitsplatz war ihr wichtig. Im Alter von 80 Jahren legte sie die Aufgaben der Näh- stube und des Küsterdienstes in andere Hände. Später zog sie in die untere Wohnung neben Sr. Regine Buch- ner. So konnten beide das Miteinander genießen. Im September 2019 zog Sr. Irene in unseren Pflegewohn - bereich und freute sich an ihrem schönen Zimmer. Die letzten Wochen waren besonders schwer für sie und die körperliche Not nahm täglich zu. Nun darf sie beim Herrn sein. Dafür wollen wir ihm dan- ken, auch wenn wir traurig sind, dass sie nicht mehr in unserer Mitte ist. Sr. Christine Killies
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