Das Friedenshortwerk – Hausmagazin

wegschieben, nicht auf irgendeine Macht trauen, sondern es ist alles schon geschehen. Nichts trennt dich mehr. Du bist angenommen, allein weil du lebst. Nicht wir selbst, nicht irgendeine Macht, nicht irgendeine Idee, der wir hinterherjagen, kann uns versöhnen mit uns selbst, mit Gott und den Menschen. Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat (2. Kor. 5,19 ). Aber wie hat er das gemacht? Wie geht Versöhnung? Wir sehen es in Jesus: Menschlich mit viel Liebe, mit Geduld und Barmherzigkeit und dem Wissen, dass du angenom- men und unendlich viel wert bist. Gott sendet sein Kind und zeigt damit, nichts auf dieser Welt kann so schlimm sein, nicht einmal die Verurteilung und der Kreuzestod seines Sohnes, dass es die Menschen aus seiner Liebe reißen kann, denn am Ende steht das Leben. In dieses Le- ben sind wir hineingenommen durch Jesus Christus. Du bist geliebt und darfst das Leben genießen, denn du bist versöhnt mit Gott und den Menschen. Es ist Erntezeit, wir dürfen auf all das Schöne blicken, das uns geschenkt ist. Und Lasten? Legen wir sie ab, damit wir uns kraftvoll den Aufgaben, die vor uns liegen, zu- wenden können. Denn so ist Versöhnung, wie Gott selbst, das wahre Licht. Ihnen eine gesegnete, versöhnte und behütete Erntezeit. Herzlichst Pfarrerin Ute Riegas-Chaikowski Leitende Theologin Wie ein Fest nach langer Trauer Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer in der Nacht, ein off’nes Tor in einer Mauer, für die Sonne aufgemacht. Wie ein Brief nach langem Schweigen, wie ein unverhoffter Gruß, wie ein Blatt an toten Zweigen, ein »Ich-mag-dich-trotzdem-Kuss«. So ist Versöhnung. So muss der wahre Friede sein. So ist Versöhnung. So ist Vergeben und Verzeihn. Wie ein Regen in der Wüste, frischer Tau auf dürrem Land, Heimatklänge für Vermisste, alte Feinde, Hand in Hand. Wie ein Schlüssel im Gefängnis, wie in Seenot »Land in Sicht«, wie ein Weg aus der Bedrängnis, wie ein strahlendes Gesicht. So ist Versöhnung. So muss der wahre Friede sein. So ist Versöhnung. So ist Vergeben und Verzeihn. © Text: Jürgen Werth © Foto: Kharlamova /Adobe Stock

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