Das Friedenshortwerk – Hausmagazin
Was war für Sie ein besonders wichtiges Ereignis in Friedenau? C. K.: Dass wir immer Ausflüge gemacht haben. Mit D. war ich auf dem Südgelände und bin Draisine gefahren! Toll finde ich den Corona-Kiosk im Haus. M. F.: Das Wichtigste für mich ist, dass ich weiter hier wohnen kann! K. S.: Eine schöne Erinnerung ist die Kooperation mit den Lehmofenbauerinnen: Bei uns im Garten wurde ein Lehmofen gebaut, diese Aktion hat Birgit sehr unterstützt. B. Lyongrün: Die Leitung für das Haus zu übernehmen. Besonders spannend war die Öffnung der Gruppen für männliche Bewohner. Was waren schöne Erlebnisse in Friedenau? K. S.: Ich habe täglich viele schöne Erlebnisse, habe alle Freiheiten und den schönsten Job hier im Hause, finde ich! Birgit unterstützt meine Ideen und lässt mich machen, ob es Fotokurs, Biografiearbeit oder Ausflüge sind. K. Sch.: Reisen, ein anderes familiäres Zusammensein, sich kümmern, zusammen pa- cken und sich auf das Zurückkommen freuen. Das Reiseziel ist egal, Hauptsache raus. B. Lyongrün: Besonders hat mir das 90-jährige Jubiläum gefallen. Es gab viele Gäste, darunter auch Diakonissen. Das hat mich am meisten gefreut. Über die Jahre hat sich der Kontakt zu ihnen vertieft, ist für mich wie ein unsichtbares Band zu spüren. Bei welchen Erlebnissen denken Sie »auweia«? R.G.: Der erste Umgang mit dem Tod. Da dachte ich, wie kann ich das verarbeiten? Das Begleiten war neu für mich. Ich muss sagen, das ist gut gelungen. Ich wurde sehr gut unterstützt, konnte reden. K. S.: Die älter werdenden Bewohner/-innen, wie geht es weiter? Selbst kurze Wege können die Älteren oft nicht mehr zu Fuß bewältigen. Ich wünsche mir einen Plan für Zusatzstunden zur Begleitung Sterbender, das ist nicht nebenbei zu machen. Was hat sich im Haus und wie haben sich die Mitarbeitenden und Bewohner/-innen verändert? C. K.: Jetzt gibt es einen Pool im Garten und Blumenkästen, die ein bisschen schief sind. Viele sind gegangen und viele sind gekommen. Der Wechsel ist für mich traurig. Manche Hunde sind auch weg. M. F.: Am Haus ist alles gleichgeblieben, seit ich da bin. Aber ich habe ein neues Bett bekommen. Mir gefällt es, wenn die Mitarbeiter/-innen lange bleiben und das ist jetzt manchmal nicht mehr so. B. Lyongrün: Der Garten ist zum Wohlfühlparadies geworden. Eine Oase mitten in der Stadt und gerade jetzt besonders wichtig. Im Haus wurden alle Doppelzimmer abgeschafft. Bewohner/-innen sind aus- und eingezogen, gestorben. Viele Mitarbeitende habe ich kommen und gehen sehen und Höhen und Tiefen erlebt. Die Zusammenarbeit, der Austausch und das Vertrauen miteinander ziehen sich wie ein roter Faden durch die Jahre. Beim Bau des Lehmbackofens 2010 Fröhliches Trio: Birgit Lyongrün, Sr. Christine Killies und Helena Scherer
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