Das Friedenshortwerk – Hausmagazin
Freudenberg/Tamaram. Unsere Projektpartner um Bischof Jeevan R. Komanapalli im süd-indischen Tamaram sind in der Corona-Pandemie sehr gefordert. Viele der im Shanti-Projekt betreuten Familien sind akut von Hunger betroffen. Ende April erreichte uns dazu ein dringlicher Hilferuf aus Indien. Eine großangelegte Verteilaktion von Lebensmitteln ist sehr rasch angelaufen. Im Land gelten weitreichende Restriktionen und Kontaktsperren. Men- schen sind gezwungen, in ihre Dörfer zurückzukehren. »Viele der betreuten Familien leben sprichwörtlich von der Hand in den Mund«, berichtet Helena Scherer, die das sozial-diakonische Projekt seit Anbeginn mit be- treut. Haupternährer ist zumeist der Familienvater, der als »Kuli« (Tagelöhner) arbeitet. »Das ist weitgehend wegge- brochen, die Versammlungsorte, an denen sich Kulis auf- gehalten haben, um für Jobs angesprochen zu werden, sind aufgelöst worden«, so Helena Scherer. Ersparnisse gibt es in den Familien nicht. Der Tagelohn war zugleich die Lebensgrundlage: »Etliche haben auch in privaten Haushalten gearbeitet, auch von dort sind die Menschen nun wegen Corona nach Hause geschickt worden.« INDIEN-PROJEKT SHANTI 20 Shanti-Projekt: Betreute Familien durch Corona-Pandemie von Hunger betroffen! Die Vorbereitungen liefen in Windeseile an (Abb. l.). Bei den Verteil aktionen wird natürlich auf Infektionsschutz geachtet (Abb. r.).
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