Das Friedenshortwerk – Hausmagazin

STIFTUNG • SCHWESTERNSCHAFT 10 machen. Am Friedenshort hat mich das sehr ausgeprägte diakonische Profil gereizt, einerseits mit den unterschied - lichen sozialen Arbeitsfeldern und anderseits mit der Ein- bettung in die Tradition der Schwesternschaft. Zudem hat der Friedenshort ja eine Form von Gemeindeleben mit eigenen Gottesdiensten, was mir ebenfalls sehr zusagte. Übrigens ist das Leitwort Mutter Evas, »Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt«, mein Konfirmationsspruch. Was ist Ihnen zum Einstieg im Friedenshort beson- ders wichtig? Das ist erstmal für mich ein umfangreiches, möglichst rasches Wahrnehmen: von Menschen, Projekten, Orten und natürlich auch von Zahlen. Umgekehrt möchte ich den Mitarbeitenden Zeit geben, mich kennenzulernen. Wenn ich in den ersten Wochen in die Regionen und Ein- richtungen reise, ist es ein Hören und Sehen, aber ich werde auch von mir erzählen. Hier vor Ort hat das Ken- nenlernen der Schwesternschaft schon sehr gut geklappt. Coronabedingt ist zwar manches noch eingeschränkt, aber die ersten Schwestern haben sich in Kleingruppen mit mir getroffen und wir haben uns gut ausgetauscht. Das war sehr schön, genauso die gemeinsame Zeit bei den Schwesterntagen Ende Juni. Was verkörpert für Sie die Funktion der Leitenden Theologin? Wichtig ist für mich die Vernetzung von Ökonomie und Theologie, denn auch das bedingt sich in diakonischen Unternehmen. Ich möchte auf der Basis der bisherigen diakonischen Tradition des Friedenshortes unter ande- rem das Leitbild weiterentwickeln. Ich denke überhaupt, dass Weiterentwicklung immer eine Stärke des Friedens- hortes gewesen ist. Gemeinsam mit Sr. Christine, Herrn Hadem und den Mitarbeitenden aller Regionen möchte ich gemeinsam unterwegs sein für eine Entwicklung, die sich an den gesellschaftlichen Realitäten orientiert. Da- bei sind für mich Kirche und Diakonie als Gemeinsam- keit unverzichtbar. Bei aller Professionalisierung in der Diakonie geht es um den Zusammenhalt, um als Diako- nie auch gemeinsam Kirche zu sein. Ich persönlich lege es ja in meiner neuen Position auch nicht ab, Pfarrerin zu sein, und möchte diese Werte und ethischen Vorstel- lungen in alle Bereiche des diakonischen Unternehmens Friedenshort hineintragen. Daher lege ich auch Wert auf einen guten Kontakt zur Ortsgemeinde und zum hiesigen Kirchenkreis. Wir sind auf einem gemeinsamen Weg un- terwegs. Außerdem sind Kirche und Diakonie auf Begeg- nung angelegt. Mir ist daher wichtig, auch mit Blick auf die Außenkontakte, von dem zu erzählen, was wir tun. Verraten Sie uns noch ein paar private Dinge? Ja, mein Mann Andreas ist auch Pfarrer, wir haben zwei Töchter und einen Sohn. Nina und Franziska sind 31 und 20 Jahre alt, Rasmus ist 16. Und es ist schon ein Enkel- kind dazugekommen. Ich bin gerne mit unserem Riesen- schnauzer »Chili« unterwegs. Mein Mann und ich besu- chen gerne Konzerte, die ganze Bandbreite von Klassik bis zu Pop und Rock, und mögen politisches Kabarett. Außerdem unternehmen wir gerne Städtereisen. Bei den Urlaubsländern wechseln wir von Nord nach Süd, also von Spanien in die skandinavischen Länder. Ich liebe das Singen und mache gerne mit der ganzen Familie Musik. (hs)

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