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Andreas Müller, Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein

Andreas Müller, Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein
Andreas Müller, Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein

Liebe Leserinnen und Leser,

 „Dem Leben Zukunft – Das glauben wir. Das hoffen wir. Danach handeln wir.“ – das ist der Leitsatz der Diakonissen der Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort und der bundesweit über 1.300 Friedenshort-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Stiftung ist mit ihren Tochtergesellschaften Evangelische Jugendhilfe Friedenshort – Heimat für Heimatlose – und der Tiele-Winckler-Haus GmbH in der Jugendhilfe, der Behindertenhilfe und der Altenhilfe tätig. Darüber hinaus engagieren sie sich in einigen sozial-diakonischen Auslandsprojekten. 

Die Gründerin, Eva von Tiele-Winckler, wollte den christlichen Glauben nicht nur privat für sich leben, sondern ihn durch diakonischen Dienst für andere lebendig werden lassen. So hat sie 1890 in Miechowitz/Oberschlesien mit ihrer Arbeit begonnen und bald darauf die Friedenshort-Schwesternschaft gegründet. 

Dass der Friedenshort mit seinen Diakonissen sowie Vorstand und Gesamtverwaltung seit nunmehr über 50 Jahren in Freudenberg seine Heimat hat, ist nicht zuletzt auch dem großen Engagement des damaligen Kreises Siegen zu verdanken. Vor allem der ehemalige Kreisdirektor Dr. Ernst Moning hat sich mit enormem persönlichem Einsatz um die Ansiedlung des Friedenshortes in Freudenberg bemüht. 

Nach dem zweiten Weltkrieg hatten die Schwestern mit einer großen Schar anvertrauter Kinder vorübergehend im Schloss Berleburg eine neue Heimat gefunden. Dies war auf zehn Jahre begrenzt. Für die Zeit danach lagen dem Friedenshort rund 50 Angebote für Immobilien an verschiedenen Standorten vor. Dr. Moning brachte die Idee eines Mutterhaus-Neubaus mit Hilfe des Kreises in Freudenberg ins Gespräch – eine Idee, die sich durchsetzte. Bereits im Dezember 1955 konnte Richtfest für das erste Gebäude gefeiert werden. Von Mai bis Juli 1957 fand dann der große Umzug statt.

Bei der Daseinsvorsorge für die Menschen in der Region setzt der Kreis auf die Zusammenarbeit mit freien Trägern wie dem Friedenshort. Im Bereich der Erziehungshilfe ist die Evangelische Jugendhilfe Friedenshort seit vielen Jahren ein kooperativer Partner unseres Fachservices „Jugend und Familie“. Gemeinsam konnten Arbeitsfelder weiterentwickelt werden, wie z.B. die  Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen, die seit  über 30 Jahren vom Friedenshort für den Kreis Siegen-Wittgenstein wahrgenommen wird. Auch auf die weiteren ausdifferenzierten Angebote stationärer Jugendhilfe greifen wir gerne zurück. Seit wenigen Monaten ist der Friedenshort auch unser Ansprechpartner, wenn es um die Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge geht.

Die Qualität unserer sozialen Angebote basiert gerade auch auf der Vielzahl der freien Träger, die sich mit ihrem jeweiligen, unverwechselbaren Profil in diese Arbeit einbringen. Die Arbeit einer diakonischen Einrichtung wie dem Friedenshort, die auf den Werten des christlichen Glaubens und auf dem Boden des christlichen Menschenbildes steht, ist hier ein wichtiger, unverzichtbarer Pfeiler.

Der Kreis hat die Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort am Standort in Freudenberg vom ersten Tag an intensiv gefördert und begleitet. Auch für die Zukunft freuen wir uns auf eine partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit! Ich gratuliere den Diakonissen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den ihnen anvertrauten Menschen ganz herzlich zum 125-jährigen Geburtstag des Friedenshortes und wünsche ihnen alles Gute für die Zukunft!

Ihr 

Andreas Müller

Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein


 

Eckhard Günther

Eckhard Günther, Bürgermeister der Stadt Freudenberg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwesternschaft,

die herzlichsten Grüße und Jubiläumsglückwünsche von Rat und Verwaltung der Stadt Freudenberg zu 125 Jahren Friedenshort. 

Wenn auch die eine oder andere Entscheidung früherer Stadträte aus heutiger Sicht als „diskutabel" erscheinen mag, war doch eine Entscheidung in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts unzweifelhaft richtig: Die Mitwirkung der Stadt an der Standortsuche und die Zurverfügungstellung des heutigen Friedenshortgeländes. 

Der Friedenshort gehört heute - das wiederhole ich gerne - zu Freudenberg wie das Fachwerk zum Alten Flecken! Will sagen: In den Jahren seines segensreichen sozial­diakonischen Wirkens hat sich der Friedenshort nicht nur in Freudenberg entwickelt und etabliert; er ist auch Teil der Freudenberger Geschichte und der Freudenberger Gesellschaft geworden. 

Hierzu bedurfte es keiner herausragenden Ereignisse oder gar Heldentaten, maßgeblich war und ist die ruhige bescheidene und gleichmäßige auf Gott vertrauende Arbeit am Menschen. 

Möge der Friedenshort weiterhin eine so positive Entwicklung nehmen und der Stadt Freudenberg noch lange erhalten bleiben.

Den Jubiläumsfeierlichkeiten wünsche ich einen erfolgreichen Verlauf

Eckhard Günther

Bürgermeister der Stadt Freudenberg