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03.08.2018 15:13 Alter: 77 Tag(e)

Outdoorprojekt "KommRaus!" geht in zweite Runde

Kategorie: Evangelische Jugendhilfe Friedenshort

VON: BJÖRN KÖRNER

Kinder und Jugendliche erfahren bei gemeinsamer Erlebnispädagogik die Natur

Das „Laufende A“ erfordert von den Teilnehmern als Gruppe Kraft und vor allem die richtige Kommunikation

Das „Laufende A“ erfordert von den Teilnehmern als Gruppe Kraft und vor allem die richtige Kommunikation

Auch die improvisierte Murmelbahn funktioniert nur in Gemeinschaft

Auch die improvisierte Murmelbahn funktioniert nur in Gemeinschaft

Die selbstgebaute Hängebrücke über die Sieg war eine Herausforderung, sorgte aber bei allen für viel Spaß

Die selbstgebaute Hängebrücke über die Sieg war eine Herausforderung, sorgte aber bei allen für viel Spaß

Der erfahrene Erlebnispädagoge Samuel Hinz erklärt den Jugendlichen wie sie das Seil einsetzen //Bild im Text: Bei der Abseilaktion von dem 20m hohen Pfannenbergturm auf der Bergkuppe des Pfannenberges zwischen Eiserfeld und Salchendorf kam so mancher an seine Grenzen

Der erfahrene Erlebnispädagoge Samuel Hinz erklärt den Jugendlichen wie sie das Seil einsetzen//Bild im Text: Bei der Abseilaktion von dem 20m hohen Pfannenbergturm auf der Bergkuppe des Pfannenberges zwischen Eiserfeld und Salchendorf kam so mancher an seine Grenzen

Siegen. Bereits im vergangenen Jahr haben wir über unser damals noch neues Outdoorprojekt für Kinder und Jugendliche der stationären Wohngruppen der Ev. Jugendhilfe Friedenshort in Freudenberg und Siegen berichtet. Seitdem hat sich einiges in diesem Angebot verändert. Eines ist aber geblieben: Das Erleben von Abenteuern direkt vor der Haustür. „KommRaus!“ Der Name des Projektes verrät schon das Ziel, Kinder und Jugendliche wieder mehr nach draußen in die Natur zu holen, um ihnen eine Alternative zu ihren gewohnten Freizeitaktivitäten, wie z.B. Computerspielen, zu bieten. „Weil das Programm im letzten Jahr so gut angenommen wurde und sich die Kinder und Jugendlichen einen zweiten Durchlauf gewünscht haben, stand für die Organisatoren rasch fest, dass die Aktion im Jahr 2018 noch einmal laufen soll“, berichtet Sonja Neugebauer vom Leitungsteam des Projekts. „Eine bloße Wiederholung des Programmes aus dem letzten Jahr kam für uns allerdings nicht in Frage“, fügt Björn Körner hinzu. Erfahrungen wurden ausgewertet, mit Samuel Hinz bekam das Projekt Zuwachs durch einen erfahrenen Erlebnispädagogen aus der Wohngruppe Windröschen. Ein neues attraktives Programm entstand, welches auch hervorragend angenommen wird. „Wir können in diesem Jahr sogar 12 Termine zwischen April und November für bis zu 20 Kinder und Jugendliche anbieten, also beinahe jedes zweite Wochenende in den Sommermonaten“, berichtet Samuel Hinz begeistert.

Änderungen im Programm: Noch mehr Action

Neu an dem Konzept sind nicht nur die Programminhalte, wie Felsklettern, Abseilaktionen, ein Brückenbau über die Sieg oder Bogenschießen, die in dieser Saison damit noch spektakulärer sind. Auch die Teilnahme wurde organisatorisch vereinfacht, so dass sich die Kinder und Jugendlichen zum Beispiel nicht mehr von vornherein für alle gewünschten Termine verbindlich anmelden müssen. „Wir haben auch für neue Teilnehmer immer noch Plätze frei“, sagt Björn Körner. Zudem werden in diesem Jahr auch die Kinder und Jugendlichen aus den Inobhutnahmen gezielt für das Projekt angesprochen.

Aufgrund der guten Vernetzung der Wohngruppen untereinander, werden Fahrdienste sowie die Begleitung durch zusätzliche (oftmals neugierige) Kolleginnen und Kollegen untereinander organisiert. Denn falls ein Kind oder Jugendlicher unsicher ist und sich nicht alleine zu „KommRaus!“ traut, darf jederzeit ein Mitarbeitender aus der Wohngruppe dabei sein. Oder es nimmt direkt die Wohngruppe komplett teil, was nicht nur möglich, sondern besonders willkommen ist. Die Projektleiter haben jedenfalls schon oft die Rückmeldung erhalten, wie bereichernd die Wohngruppe eine solche Teilnahme für den Gruppenalltag erlebt hat.

Auch die neuen Angebote von „KommRaus!“ folgen dem erlebnispädagogischen Ansatz, den Kindern und Jugendlichen zum einen die heimische Natur und deren Schutz näherzubringen, aber auch und vor allem zu zeigen, wie viele tolle Freizeitaktivitäten in unmittelbarer Umgebung möglich sind. Ein Leistungsgedanke bleibt außen vor. „Es geht um individuelle Erfolgserlebnisse und nicht um die Suche nach dem nächsten Supertalent. Konkurrenzkämpfe gibt es bei uns nicht“, erläutert Sonja Neugebauer. Die einzelnen Aufgaben sind nur im Team zu bewältigen. Beeindruckend ist die hohe Reflexionsfähigkeit der Teilnehmer und wie sie als Team jeden Einzelnen befähigen und anfeuern, die Aufgaben zu lösen. „Nur gemeinsam kommt man an das gesteckte Ziel“, betont Samuel Hinz. Das direkte und ehrliche Feedback der Teilnehmer ist den Projektleitern ein wesentlicher Baustein für das Gelingen und die Entwicklung der Gruppenarbeit.