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05.12.2017 14:22 Alter: 8 Tag(e)

Shanti-Projekt: Freude über Erweiterungsbau zur Berufsvorbereitung

Kategorie: Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort

VON: HELENA SCHERER + BISCHOF JEEVAN R. KOMANAPALLI

Das Gebäude konnte am 29. November 2017 seiner Bestimmung übergeben werden - Bischof Jeevan R. Komanpalli dankt für alle Unterstützung!

Blick in eine der Grundschulklassen

Blick in eine der Grundschulklassen

Beim Rundgang: Beim Rundgang (v.l.): Pfr. Markus Holmer, Sr. Renate Hoffmann, Nalini Komanapalli, Oberin Sr. Christine Killies, Pfr. Markus Schanz (Geschäftsführer Kinderheime Nethanja), Bischof Jeevan R. Komanapalli

Beim Rundgang: Beim Rundgang (v.l.): Pfr. Markus Holmer, Sr. Renate Hoffmann, Nalini Komanapalli, Oberin Sr. Christine Killies, Pfr. Markus Schanz (Geschäftsführer Kinderheime Nethanja), Bischof Jeevan R. Komanapalli

Fröhlicher Willkommensgruß am Tag der Einweihung

Fröhlicher Willkommensgruß am Tag der Einweihung

Das neue Gebäude für die Berufsvorbereitung / Bild im Text: Die Kinder freuten sich über 15 neue Fahrräder, die natürlich auf dem Campus sofort ausprobiert wurden.

Das neue Gebäude für die Berufsvorbereitung / Bild im Text: Die Kinder freuten sich über 15 neue Fahrräder, die natürlich auf dem Campus sofort ausprobiert wurden.

Direkt aus Indien erreichten uns aktuelle Nachrichten aus unserem sozial-diakonischen Indien-Projekt „Shanti“ in Tamaram. Eine Delegation des Friedenshortes war vor Ort und kehrte wohlbehalten am Dienstag, 5. Dezember zurück.

Der Erweiterungsbau für die „Special School“ konnte am Mittwoch, 29. November 2017, seiner Bestimmung übergeben werden. Pfr. Markus Holmer, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort, durchschnitt beim Festakt das Band und wünschte allen Schülern und Lehrern ein segensreiches Wirken und Lernen.  Mit Musikbegleitung schloss sich ein Rundgang durch jeden Raum des Neubaus an. Oberin Sr. Christine Killies dankte für die Bewahrung während der Bauzeit und überbrachte zudem die Grüße des Friedenshortes. Die Kinder und Mitarbeitenden des gesamten Campus des „Education Center of Emmanuel Ministries“ in Tamaram feierten anschließend mit Tanzvorführungen. Beeindruckt haben die Berichte eines Jungen und eines Mädchens - beide gehörlos - die ohne „Emmanuel Ministries“ keine Möglichkeit eines Schulbesuchs bekommen hätten. In der Dorfschule konnte der Junge dem Unterricht nicht folgen, die Eltern des Mädchens hatten von vornherein von einem Schulbesuch abgesehen. Nun können sie sogar die 12. Klasse absolvieren. Im neuen Erweiterungsgebäude sollen die Kinder bzw. Jugendlichen mit Behinderung eine berufliche Vorbereitung durch unterschiedliche praktische Angebote und Trainings erfahren. Dies war aus Platzgründen bislang nur sehr eingeschränkt möglich. Außerdem gibt es einen Musikraum.

Entwicklung beeindruckt

Fahrrad-ÜbergabeEs ist beeindruckend, wie die Kinder sich entwickeln. Seit Jahren begleitet der Friedenshort die Entwicklung  der Kinder mit Behinderung. Vicas zum Beispiel ist mittlerweile ein Jugendlicher geworden. Er wurde im Alter von fünf Jahren durch seine Oma tragend zur Einrichtung gebracht, weil er nicht laufen konnte. Anfangs kroch er über den Boden, mittlerweile schafft er es jetzt, aufrecht zu gehen und sogar auf einem Trampolin zu springen. Ein Trampolin ist neu für die Physiotherapie angeschafft worden und fördert ideal Motorik und Koordinationsvermögen. In der Schule kommt er gut zurecht, er ist ein strahlender stolzer Junge geworden. Oder Kumarie: Sie ist gehörlos, ihre Eltern haben sie eher vernachlässigt, sie besuchte keine Schule und „hing nur Zuhause herum“. Nun besucht sie die „Special School“ und hat gelernt Kleider zu nähen. Für sie wird nun ein Arbeitsplatz gesucht, damit sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen kann. (Helena Scherer, Regionalleitung Tiele-Winckler-Haus GmbH)

Dankbrief von Bischof Jeevan R. Komanapalli

Die nun seit fast 15 Jahren bestehende Projektpartnerschaft im sozial-diakonischen Projekt „Shanti“ hat Bischof Jeevan R. Komanapalli, Einrichtungsleiter von „Emmanuel Ministries“, zum Anlass genommen, nochmals seinen Dank für die bisherige Unterstützung auszudrücken (hier Auszüge):

„Wir wollen mit unserer Arbeit ein Zeichen setzen, dass unterschiedlich begabte Kinder, vor allem auch Kinder mit Behinderungen, kein Fluch Gottes mit einem bösen Karma sind, welches – wie hier in Indien häufig geglaubt wird – ein schlimmes Schicksal für eine Familie ist. Nein, sie haben unsere Liebe verdient, unseren sorgsamen Umgang und bereiten eine große Freude. Seit fast 15 Jahren helfen wir mit Unterstützung des Friedenshortes nun Kindern mit Behinderungen sowie gehörlosen Kindern im Shanti-Projekt. Es ist und bleibt unsere Aufgabe, den Kindern eine Chance im Leben zu geben und sie als Gottes Schöpfung zu sehen. Die Liebe Jesu treibt uns an, die Arbeit fortzusetzen. Ich bedanke mich, auch im Namen von unseren Kindern und Mitarbeitenden, bei allen Spenderinnen und Spendern und den Verantwortlichen im Friedenshort für die große Hilfe, dass wir die Infrastruktur für diese Arbeit aufbauen konnten.“