18.12.2018 |  Kontakt | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss

Landesbischof Frank Otfried July

Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Herzliche Glückwünsche zu hundert Jahren Evangelische Jugendhilfe Friedenshort. Ich freue mich mit Ihnen allen, die dieses Jubiläum feiern, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit den Jugendlichen und Kindern und mit allen, die diese Arbeit unterstützen. 

Am Anfang stand ja eine Vision: Eva von Tiele-Winckler, später Mutter Eva genannt, hatte die Idee und die Vision, das jeder Jugendliche und jedes Kind als Gottes geliebtes Geschöpf eine Chance für die Zukunft haben muss. Sie hat das in ihrer Zeit mit ihren Mitteln umgesetzt. 1991 konnte ich vor ihrem Mutterhaus im heutigen Polen stehen und war damals sehr berührt. Die Arbeit im Friedenshort hat diese Vision aufgenommen und heute umgesetzt in einer sich wandelnden Gesellschaft, den Kindern und Jugendlichen heute eine Chance und Zukunft zu vermitteln. Engagierte, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Jugendlichen und die Kinder und geben ihnen ein Zeichen der Hoffnung, der Liebe und aber auch der professionellen Ausbildung. 

So freue ich mich, dass aus einer Vision im Jahre 1913 eine blühende Jugendhilfearbeit im Jahr 2013 geworden ist. Die diakonische Arbeit, die der Friedenshort mit seinen engagierten Mitarbeitern leistet, ist unverzichtbar. Für die nächsten hundert Jahre viel Hoffnung, viel Liebe in der Begleitung von Jugendlichen und Kindern, und Gottes Segen.

Frank Otfried July 

Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg


Präses Annette Kurschus

Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen

Im Namen der Evangelischen Kirche von Westfalen grüße ich Sie zu einem ganz besonderen Jubiläum. Vor hundert Jahren hat eine Frau – Eva von Tiele-Winckler – einen mutigen Schritt getan. Sie gründete die Heimat für Heimatlose – wie sie damals noch hieß – und zwar nicht einfach so, frei flottierend als ein Akt der Nächstenliebe, sondern auf dem festen Boden einer GmbH. Sie tat dies mit Weitsicht, bei der sich nüchterner Geschäftssinn und Nächstenliebe im Sinne des Evangeliums verbanden – ein Kerngedanke auch unserer Diakonie heute. Ich freue mich, dass Sie dieses besondere Jubiläum dieses Jahr feiern als Evangelische Jugendhilfe Friedenshort - in Freudenberg und in anderen Regionen Ihres Werkes und ich wünsche Ihnen für die weitere Zukunft Gottes Segen.

Annette Kurschus

Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen

Pfr. Markus Holmer

Pfr. Markus Holmer, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort

„Nichts ist unmöglich“ - so wirbt eine bekannte Automarke und verbindet den hohen Anspruch mit ihrem Namen. Doch Wunsch und Wirklichkeit sind nicht identisch. Nur zu oft bleibt die Realität hinter dem Ideal zurück. Weil aber die Sehnsucht, das Unmögliche eben doch möglich zu machen, groß ist, darum greift die Werbung nach wie vor.

Und obwohl jeder weiß, dass das nicht „gehen“ kann, möchten wir glauben, dass es hier und da „Wunder“ gibt, denn: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Selbstverständlich wäre es der Autoindustrie zu wenig, nur von Hoffnung zu reden. Man spricht von „Tatsachen“ und möchte uns glauben machen, dass diese im technischen Bereich durch nichts und niemanden zu überbieten sind.

Unser Slogan „100 Jahre im Zeichen der Hoffnung“ wird nicht verbunden mit dem Verweis auf „technische Machbarkeit“, sondern mit dem tiefen Glauben an Gott, durch den die Gründerin des Friedenshortes, Schwester Eva von Tiele-Winckler, auch in ausweglosen Situationen ihren Diakonissen zurief: Nichts ist unmöglich. Für sie war dieser Ausruf mehr als das berühmte „Pfeifen im Wald“, mehr als eine optimistische Durchhalteparole. „Mutter Eva“ wusste, dass wir Menschen schnell an Grenzen kommen. Aber sie kannte auch die Geschichte, die im Evangelium nach Lukas, Kapitel 1, berichtet wird: Als der Engel Gabriel im Auftrag Gottes der Jungfrau Maria ankündigte, dass sie einen Sohn bekommen würde, sagte er: „Auch deine Verwandte Elisabeth ist schwanger, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei“, und fügte hinzu: „Doch bei Gott ist kein Ding unmöglich.“

„100 Jahre im Zeichen der Hoffnung“. Mutter Eva hat die Arbeit im Friedenshort im Namen des allmächtigen Gottes begonnen. Diakonissen haben sich von Gott gebrauchen lassen, um jungen Menschen eine Perspektive für ihr Leben zu bieten. Männer und Frauen des Friedenshortes tun bis heute den Dienst in der Verantwortung für Menschen und im Auftrag unseres Gottes. Ich möchte allen Mitarbeitern von Herzen danken, dass sie sich in diese Arbeit rufen ließen und möchte ihnen sagen: Unsere Arbeit verändert sich und die Herausforderungen der Gesellschaft sind heute andere als vor 100 Jahren. Aber Gott ist immer noch derselbe. Bei ihm ist nichts unmöglich. Wir haben viel Grund, auf ihn zu vertrauen und seinen Auftrag zu erfüllen.

Pfr. Markus Holmer

Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort sowie der Gesellschafterversammlung der Ev. Jugendhilfe Friedenshort GmbH