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OKR Johannes Stockmeier

OKR Johannes Stockmeier, Präsident Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband

100 Jahre Menschen im Aufbruch, 100 Jahre Arbeit für Kinder und Jugendliche im Zeichen der Hoffnung, das ist ein Grund zum Feiern!

Als Eva von Tiele-Winckler 1913 die „Heimat für Heimatlose“ GmbH als Zusammenschluss der bis dahin bestehenden Kinderheimaten gründete, schrieb sie Diakoniegeschichte: Sie war nicht nur eine der ersten Frauen in einer Führungsposition der Diakonie, sondern gründete mit der „Heimat für Heimatlose“ auch die wohl erste GmbH im Bereich der Diakonie.

Dabei begegnete sie den Kindern und Jugendlichen mit Liebe und Wertschätzung. Was ihre besondere diakonische Haltung ausmachte, spiegelt ein Gedicht von ihr wider:

„Geh nicht vorüber am Erdenleid!
 Das Auge offen, die Arme weit, 
 die Füße eilend und stark die Hand, 
 sei du ein Bote von Gott gesandt!“

Eva von Tiele-Winckler war eine selbstbewusste, glaubensstarke Frau, zu deren Antriebskräften sowohl große soziale Verantwortung gegenüber Bedürftigen als auch die innere Gewissheit gehörte: „Bei Gott ist nichts unmöglich.“ Ihr Anliegen, den christlichen Glauben durch diakonischen Dienst am Nächsten praktisch werden zu lassen, prägt die Arbeit der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort bis heute.

Die Angebote der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort sind innerhalb der diakonischen Hilfen für Kinder, Jugendliche und Eltern ein wichtiger Baustein. Ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitende handeln aus christlicher Motivation und Verantwortung und sorgen dafür, dass Kinder und Jugendliche Beratung und Assistenz erfahren. 

Die 100-jährige Geschichte der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort war und ist mit ihrem breiten Spektrum zeitgemäßer Betreuung, Beratung und Unterstützung ein Segen für junge Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen.

Ich danke allen Menschen, die dazu beigetragen haben, dass die Evangelische Jugendhilfe Friedenshort im Jahr 2013 ihr 100-jähriges Jubiläum feiern kann, und wünsche ihnen Gottes reichen Segen für ihren Dienst.

OKR Johannes Stockmeier

Präsident Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband

 

Pastor Günther Barenhoff

Pastor Günther Barenhoff, Sprecher des Vorstands der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.

100 Jahre Evangelische Jugendhilfe Friedenshort – ein beeindruckendes Jubiläum!

Für die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe grüße ich hierzu ganz herzlich. Unserem bedeutenden Mitglied mit dem sprechenden Namen „Friedenshort“ wünsche ich Gottes reichen Segen für viele weitere Jahre guter, wirksamer und erfolgreicher Arbeit im Dienst an benachteiligten, vor allem jungen Menschen. 

100 Jahre im Zeichen der Diakonie der Hoffnung, das ist die Leitidee und diese Leitidee steht unter dem Zeichen des Friedenshort-Sterns. Für die diakonische Arbeit mit Kindern und jungen Menschen lässt dieser Stern zunächst und vor allem an das bekannte Kinder-, Gutenacht- und Kirchenlied „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“ denken, ein Volkslied aus dem 19. Jahrhundert, das auch Aufnahme ins Evangelische Gesangbuch gefunden hat. Den Kindern und jungen Menschen ist hier zugesagt: „Gott der Herr rief sie mit Namen, dass sie all ins Leben kamen, dass sie nun so fröhlich sind, dass sie nun so fröhlich sind.“ Hier drückt sich in einfachen Worten die Zusage unseres guten Gottes aus, dass keiner ein „verlorener Sohn“ sein soll. Hier liegt die biblische Basis für eine kirchlich-diakonische Erziehungs- und Bildungsarbeit, die niemanden verloren gibt, immer wieder Chancen einräumt, Schutz und Förderung vermittelt und immer wieder Hoffnung eröffnet. 

100 Jahre unter dem Stern-Zeichen. Das lässt mich auch an ein ganz anderes Unternehmen denken, das sich einen etwas anderen Stern zum weltweit bekannten Leitsymbol gewählt hat, ich meine einen bekannten Autobauer aus dem Südwesten Deutschlands… Namen darf man nicht nennen und Schleichwerbung ist nicht erlaubt, aber aus meiner Sicht ist der Friedenshort ein „Mercedes“ unter den diakonischen Unternehmen. Diakonische Wertarbeit mit entschieden geistlichem Profil, ein klares Bekenntnis zur Tradition bei gleichzeitig moderner Organisation – das sind für mich wesentliche Kennzeichen der Friedenshort-Arbeit. 

Möge es Ihnen mit Gottes Hilfe gelingen, noch viele Jahre lang Hilfe und Hoffnung all denen zukommen zu lassen, die darauf auch in Zukunft angewiesen sind. 

Das wünscht Ihnen Ihr 

Pastor Günther Barenhoff

Sprecher des Vorstands der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.


Dr. Björn Hagen

Dr. Björn Hagen, Geschäftsführer Evangelischer Erziehungsverband e.V.

Angekommen ist die Kinder- und Jugendhilfe, so der 14. Kinder- und Jugendbericht, in der Mitte der Gesellschaft. Sie scheint als zunehmend notwendiger und von Familien selbstverständlich genutzter Teil der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur zu fungieren. Sichtbar wird das bei Ihnen im Alltäglichen auch in der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort.

Wenn die Kinder- und Jugendhilfe in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist erwächst hieraus eine neue Verantwortung hinsichtlich der Bereiche Qualität und Wirksamkeit ihrer Leistungen. Der Abbau sozialer Ungleichheit ist in den Blick zu nehmen. Die Arbeit ist hierbei zunehmend auch in die Schnittstellen zum Beispiel der Schulen, Kindertages- einrichtungen und Psychiatrie ausgedehnt worden. Verbunden hiermit ist die Vielfältigkeit auch in den Berufs- und Tätigkeitsfeldern. Umso mehr kommt es darauf an, wie in Ihrem Jubiläum zum Ausdruck gebracht, Halt, Sinn und Orientierung für die jungen Menschen und ihre Familien zu geben.

Als Evangelischer Erziehungsverband e.V – Bundesverband Evangelischer Einrichtungen und Dienste – schließen wir uns hier gerne an und verbinden dieses Grußwort zum 100-jährigen Jubiläum mit den Wünschen, weiterhin eine Heimat zu geben. Es gilt, sich stetig dafür einzusetzen, die Hilfen als Zukunftsinvestitionen zu begreifen.

Deutlich wird dies an einem Fortbildungsbrief des Evangelischen Erziehungsverbandes e.V., der vor vierzig Jahren geschrieben wurde: „Dem zu Erziehenden das Erlebnis zu geben, ich sorge für Dich und ich sorge mich um Dich. Sich um einen Menschen Sorge machen, ist die erste Voraussetzung, die uns die Berechtigung gibt, zu erziehen.“ Diese Worte passen zu  Ihrem Jubiläum und Ihrem Motto „100 Jahre Hoffnung“.

Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute, freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen und senden Gottes Segen.

Ihr 

Dr. Björn Hagen

Geschäftsführer

Evangelischer Erziehungsverband e.V.